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    Für alle die, die einen ausführlichen Bericht mit allen Einzelheiten haben möchten, also die ungekürzte Form der Reiseberichte, der sollte uns eine E-Mail schicken, dann nehmen wir ihn in unseren Verteiler auf und wir versichern Euch, diese Berichte, sind um einiges Interessanter als diese! 

    Eigentlich begann alles in Australien

    Seit wir uns kennen ist Reisen eines unserer Hobbys. Kaum haben wir etwas Zeit geht es los andere Länder und Sitten kennenzulernen. In Australien vor 5 Jahren wurde das erste Mal darüber gesprochen "so eine Reise auch für länger" zu machen. Gesagt getan. Wir kauften uns ein Überlandverkaufswagen und fingen an, diesen als Wohnmobil umzubauen. Nach 3 Jahren Umbauzeit und vielen Überlegungen wie was und wo, sind wir jetzt soweit und werden Europa erkunden. Von Zeit zu Zeit werden wir einen Bericht über das Erlebte und Fotos von unserer Reise für Freunde und Bekannte einstellen. Über Tipps und Anregungen würden wir uns freuen. Bis bald..

     

    Hier der erste Reisebericht von der Abfahrt Hannover über Holland nach Belgien bis Frankreich zur Normandie

     

    Es ging am 15.8. aus Garbsen los ca. 11 Uhr in Richtung Holland über Amsterdam. Nach ungefähr 250 km suchten wir uns ein Übernachtungsplätzchen. Ein Parkplatz mit Blick auf ein Heidefeld (ob wir da stehen durften oder nicht - weiß der Geier) kam da wie gerufen. Am nächsten Tag stand Amsterdam auf dem Plan. Kaum angekommen, bemerkten wir auch schon die dicken Schlösser an sämtlichen Fahrzeugen also alle Fahrräder und Motorräder hatten Schlösser wie wir Oberschenkel. Also schnell noch eines gekauft, angeschlossen und die Lage gepeilt. Morgens um 12 Uhr kamen uns doch tatsächlich die ersten Kifferwolken aus dem Coffee-Kneipen entgegen. Auf jeden Fall war Amsterdam eine Fahrt wert, da die Innenstadt und der Flohmarkt echt sehenswert sind (Barry sei dank für den Tipp -also den mit der Stadt und nicht mit dem Kiffen-). Tja alles angeguckt und schon rief das Meer, also auf in Richtung Zandvoort danach Richtung Den Haag. Da suchten wir uns erst mal einen Stellplatz auf einem Campingplatz da in dieser Ecke keine freien Stellplätze waren (obwohl ja die Holländer die Nr. 1 im Womofahren und Campen sind. ) Auf diesem Platz waren wir aber auch sämtlichen Blicken und Fragen der Holländischen Landsleute ausgesetzt. Es war so köstlich, aber hintereinander kamen dann alle die mal gucken und hören wollten, wo wir wohl hinwollen. Also schnell weg, auf zu neuen Abenteuern. Über Belgien (war nicht so interessant - nur übernachtet und weiter nach Frankreich!).

    Frankreich erster Stellplatz mit Blick auf das Meer (Atlantik) einfach genial jedoch nicht mit dem tollsten Wetter. Eigentlich hatten wir gedacht wir könnten uns im Meer baden bzw. waschen, aber entweder das Meer war weg (Ebbe) oder der Wind war so kalt, das wir uns nicht gewagt haben ein Kleidungsstück auszuziehen. Also überlegten wir uns, wir könnten uns ja mal was schönes kochen und den Herd ausprobieren. Aber was war passiert? Herd geht nicht, Kochplatte ist die Sicherung rausgflogen und dann funktioniert auch noch das Klo nicht - so ein Scheissss-

    Ein Glück haben wir als Abschiedsgeschenk noch einen Klappspaten von Hannelore und Thomas bekommen - auf und graben....

    Tja das war wohl eine Sicherung die uns durchgebrannt ist, oder besser an unserem Aggregat. Auf jeden Fall haben die ewig langen und weiten Sandstrände alles wieder gut gemacht. Unsere 2. Hürde Frankreich war außer die Sprache noch, das wir eine Internetkarte brauchten um uns einzuloggen und E-mails abfragen zu können und unsere Seite zu füttern. Leider war das ohne Ingos Hilfe nicht zu schaffen. Danke! Die ersten E-Mails die wir von Anke und Lu und auch von dem Bernd (der ja erst in seinem zarten Rentenalter gelernt hat richtig mit dem Computer umzugehen und jetzt E-Mails versendet und mit Skype telefoniert wie ein junger Gott) bekommen haben waren sehr schön, danke, dann merkt man das jemand an einen denkt, auch wenn wir nicht um die Ecke sind. Jetzt fahren wir an der Atlantikküste in die Bretagne....

     

     

     

    Auf den Weg in die Bretagne

    sind wir nach den Kalksteingebilden auf dem Weg zu Frankreichs Fotomotiv Nr. 2 dem Mont-St-Michel ein Kloster auf einem Felsen über 78 m hoch was auf eine Vergangenheit von 1000 Jahren schauen kann. Auf der Suche nach der Sonne haben wir einen Kirchturm mit 175 Stufen und der Gang nach oben eine ca. 30 cm breite Wendeltreppe. Wir mutig nach oben geklettert und am nächsten Tag mit Muskelkarter aufgewacht. Danach ging es weiter nach Cancale - Austern so weit das Auge reicht. Nur leider schmecken die Dinger wie ein hochgezogener "grüner" mit Meerwasser. Da hier wieder keine Sonne zu sehen war fuhren wir Richtung Südbretagne nach Quiberon. Hier nun mußten wir doch mal das Meer testen (gefühlte 10 ° jedoch ca. 17 °) und siehe da, da guckt doch so ein kleines Stück blauer Himmel.... Ab da ging es aufwärts 30 ° im Schatten und keine Wolke am Himmel. Das die gute Nachricht, die schlechte, unser Telefon wurde abgestellt und die neue Simkarte nach Hause gesendet ( genau da brauchen wir sie auch). Zu guter Letzt, ging auch das Internet wieder nicht. Also unseren Micha angerufen, der sofort per Express die Karte auf den Weg gebracht hat. Na ja, jetzt haben wir auch gelernt, das im Ausland bzw. Hier in Frankreich bei MC Donald wir kostenlos ins Internet können. Na und so schlecht geht es uns nun doch wieder nicht, Sonne, Meer, Strand, Bierchen und 1 kg Tiere (Langustinis) auf dem Abendbrotstisch. Also warten wir auf den Brief mit der Karte aus Deutschland. Bis dahin

     

    Die Bretagne und die Fahrt bis nach Paris

     

    von Vannes über Piriac-sur Mer nach Chateaubriant über Angers nach Tours bis kurz vorn Orleans ging unsere letzte Woche. Nach dem Besuch von sämtliche Burgen, Schlössern, Ruinen und Kathedralen haben wir unsere Kulturwoche abgeschlossen und können auch keine mehr sehen. Das schönste war das Märchenschloss Usse, wo Charles Perrault angeregt wurde das Märchen Dornröschen zu schreiben. Auf dem Weg zur nächsten Übernachtunsstelle, dann unsere 1. Panne. Ein Reifenwechsel bei Regen und Wind. Also im echten Formel 1 Tempo den Reifen gewechselt und auf in das Tal der Loire. Ein Stellplatz direkt am Ufer und eine Zeitung zur Hand (die mir mein Freund Claus in Massen zur Langeweilebekämpfung mitgegeben hat) und von der Anstrengung ausgeruht. Morgen geht es dann weiter Richtung Paris, wo wir dann einen kurzen Abstecher nach Hause machen.

     

    Paris

     

    also Paris ist absolut eine Reise wert. Wir sind morgens mit dem Motorrad in die Stadt gefahren und haben als erstes den Eifelturm besichtigt. Bei blauen Himmel hatten wir einen schönen Blick auf die komplette Stadt. Danach in den Bus gesetzt und erst einmal die Sehenswürdigkeiten abgefahren vom Louvre über Notre Dame über den Place de la Concorde wo der ägyptische Obelisk steht bis zum Place de Carles-de-Gaulle auf dem der Ac de Triomphe steht. Wie gesagt Paris muss man gesehen haben.

     

    von Paris über Clermont-Ferrand an die Mittelmeerküste 

     

    nach unserem Abstecher nach Hause zum Geburtstag unseres besten Freundes Claus sind wir wohlbehalten wieder auf dem Flughafen Paris gelandet. Der Flug war spitze, Dank an unser weltbestes Reisebüro "ABC Touristik", die unsere fast unmöglichen Wünsche immer wieder erfüllen, ging es am nächsten Tag gleich in Richtung Süden um noch ein wenig Sonne zu erhaschen. Einen kurzen Abstecher auf einen Oldtimerschrottplatz um dann nach Millau zu fahren wo die höchste Autobahnbrücke der Welt ist. Die Umgebung der Stadt mit Schluchten und Felsen die sich mit dem Grand Canyon in Amerika vergleichen lassen, ist einfach eine geile Motorradstrecke. Diesen Tipp bekamen wir von netten Wohnmobilfahren die wir in Lapalisse getroffen haben. Viele Grüße dahin!

     

    Von Nabonne-Plage am Mittelmeer bis nach Peniscola

       

    auf unserer Fahrt nach Nabonne-Plage und weiter bis Barcelona ist nichts aufregendes passiert. Nabonne-Plage ist ein sehr schöner Stellplatz auf dem wir gleich 3 Tage verbracht haben. Bei schönem Wetter und dem Meer vor der Nase konnte man es schon aushalten. Nachdem wir kurz vor Barcelona einen Campingplatz gefunden haben, standen doch tatsächlich wieder mal Leute vor unserer Weltkarte und zeigten uns wo sie her kommen. Tatsächlich aus Japan (die haben sich echt gefreut, als sie ihr Land auf der Karte gefunden haben) So kommt man immer sehr schnell ins Gespräch, nochmals vielen Dank an Barry - du solltest in Großproduktion gehen, das Ding ist echt der "Hammer". Tja dann 2 Tage Barcelona, was soll man dazu sagen... ??!! Außer der La Pedrera und der Sagrada Famila Bauwerke von Gaudi, die sehr schrill oder auch ein wenig kitschig wirken, hat Barcelona nicht viel zu bieten. Viele Gebäude wurden erst zur Olympiade 1992 neu errichtet oder umgebaut. Also verließen wir Barcelona schnell wieder um uns auf den Weg in Richtung Peniscola zu machen.

     

     

    An der Costa del Azahar über Valencia mit Abstecher nach Mallorca

     

    Nach dem wir in Peniscola eine Zwischenstation zur Erholung eingelegt hatten fuhren wir weiter in Richtung Valencia. Ca. 40 km vor Valencia suchten wir uns einen Campingplatz für nen "zehner" die Nacht mit Blick auf das 20 m entfernte Meer. Ein Traum! Dort beschlossen wir unseren Freund den Andreas auf Malle zu besuchen und buchten uns eine Fähre. Nachdem unsere Nachbarn (die Schweiz) unser leckeres Abendessen gerochen hatten und immer noch kein Gas für Ihren Campingkocher gefunden haben, schmissen wir unsere Vorräte zusammen und kochten ein leckeres 3 Gänge Menu. Vorab Scampi in scharfer Käsesoße, Zwischengang gab es Baguette mit scharfer Knoblauchwurst und Zwiebelwürfel und als Hauptgang Käsefondue in Weißweinsoße und Knoblauch mmhhhh. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Motorrad auf die Insel und wir feierten dort feucht fröhlich unser Wiedersehen. Schnell fanden wir auch ein Boot und die Bucht in Andraitx. Noch ein kurzer Abstecher zum Ballerman 6 und zum Bierkönig damit man mitreden kann und schon ging die Fähre zurück nach Valencia! Danke nochmals für das schöne Wochenende und wir hoffen, wir können das wiederholen (dann bei uns). Am nächsten Tag, wir wurden schon vermisst auf unserem Campingplatz, ging es zur Besichtigungstour nach Valencia. Valencia ist die drittgrößte Stadt in Spanien und bekannt als Heimat der Paella. Sehenswert ist die Altstadt mit ihren Marmorbürgersteigen und der riesigen Kathedrale. Dann ging es auch schon weiter in Richtung Alicante.

     

    Alfaz del Pi bis Bolnuevo Costa Blanca

     

    nach einer kurzen Etappe sind wir wegen kochendem Kühler in Alfaz del Pi zwischengelandet, wo wir auch gleich sehr nett begrüßt wurden auf unserem Stellplatz. Nachdem wir festgestellt haben welches Teil wir neu brauchen, wurde es auch gleich bei Mercedes bestellt und wir mussten 5 Tage auf das Ersatzteil im Wert von 3,45 Euro warten. Da die Umgebung sehr nett war haben wir uns die Orte Denia, Moraira (wo die Familen H. und P. immer Urlaub machen - liebe Grüße), Calpe mit einem Felsen der aussieht wie der Zuckerhut und Benidorm. Am nächsten Tag kam unser Ersatzteil an und wir verabredeten uns noch mit "Holland MB 613" in Algeciras um gemeinsam Marokko unsicher zu machen ( freuen uns schon drauf) und dann ging es schon weiter bis Bolnuevo. Kaum angekommen (wir sind wohl nicht zu überhören) kamen die ersten aus Ihren Verstecken um uns zu begrüßen - wir hatten uns schon auf der Route kennen gelernt und wiedererkannt. Jetzt bleiben wir ein klein wenig länger, da wir das Boot ausprobieren wollen.

     

    Bolnuevo Campingplatz

     

    Jetzt wo wir einen Platz gefunden haben, wollen wir doch mal einparken. Ein Glück, im Nu waren 3 Helfer da und winken Thorsten ein. Schon war das Eis gebrochen. Unsere Straße, die einzige die einen Namen hatte, "Voltarenstrasse" - war glaube ich, die coolste des Platzes. Es war so ziemlich alles vertreten, als erstes kam ein allein stehender Mann aus Horst ein Dorf vor unserem (die Welt ist klein...) Als zweites kam der Bürgermeister (das er so hieß, wusste die ganze Straße und er bekam es von Thorsten dann auch gesagt) als nächstes unser Nachbarn aus Berlin, mit denen wir nette Stunden verbracht haben. Auch die Julia und der Karl waren auf dem Platz und auch "Perücke" (leider haben wir den Namen vergessen von Platz Nr. 1 gleich am Eingang). Auch die netten junggebliebenen Cottbusser Rosi und Bernd mit seinem Oldtimer haben wir in guter Erinnerung.

    Wir hätten nicht gedacht, das wir es länger auf einem Platz aushalten, aber wir hatten immer was zu tun. Wir sind zum Markt gegangen, haben uns die Kanonen angeguckt die früher zur Verteidigung der Bucht dienten, wir sind Boot gefahren, wurden zum frisch gebackenen Kuchen eingeladen, haben Haloween gefeiert, einen Ausflug nach Cartagena zum einkaufen und Stadtbesichtigung gemacht, Essen gegangen, unsere Wäsche gewaschen, gelesen, gesonnt und ein paar Reparaturen am Auto gemacht. Uns wurde nicht langweilig. Doch weil wir uns Portugal noch ansehen wollten, haben wir beschlossen, wir kommen wieder.... mit ein paar Teppichen aus Marokko im Gepäck.....

     

      

    Portugal

     

    Die Fahrt nach Portugal verlief ohne Schwierigkeiten und wir kamen an der östlichen Algarve in der Nähe von Tavira an. Nachdem wir uns Faro, Albufeira und Lagos angesehen haben campten wir wild in einer herrlichen Bucht mit ziemlich schrägen, aber auch unheimlich interessanten Leuten. Z.B. ist ein Hamburger mit seinem Traktor (6 km/h) bis dahin gefahren, lebt jetzt seit 2 1/2 Jahren in der Bucht und baut Kinderspielzeug aus Holz. Ein anderes Pärchen hat die gleiche Macke wie wir und will die Welt erkunden mit einem noch älteren, aber völlig geilem Womo und bald mit einem kleinem neuen Passagier mehr. Dann besuchten wir noch Sagres (den westlichsten Punkt Europas) und schon ging es weiter nach Lissabon. Unterwegs übernachten wir noch an mehreren Klippen direkt am Meer mit herrlichen Sonnenuntergängen und nur vereinzelt mal einem anderen Womo. Kurz vor Lissabon angekommen, nisteten wir uns auf einem Campingplatz 15 km vor Lissabon ein. Mit dem Motorrad ging es dann die Stadt erkunden. Da wir schon viele Hauptstädte gesehen haben, waren wir uns schnell einig, Lissabon ist eine der Schönsten. Ein wenig erinnert uns die Stadt an San Francisco mit seinen ächzenden Straßenbahnen und seiner "golden Gate" und seinem Hard Rock Cafe´welches wir natürlich auch einen Besuch abstatteten.

      

    Portugal nach Marokko

     

    am 26. November machten wir uns auf den Weg von Lissabon nach Algeciras um nach Marokko überzusetzen. Auf dem Weg dahin verabschiedete sich noch unser Bremslicht und wir mußten bis zur nächsten Werkstadt den Bremslichtschalter überbrücken. Das ging, in dem Annett beim Bremsen zwei Kabel aneinander hielt also: Kabel zusammen = bremsen, Kabel auseinander = nicht bremsen. So ging es bis nach Algeciras auf einen Parkplatz wo sich alle Marokko Reisenden treffen. Tatsächlich kamen immer mehr Leute an und wir gingen gemeinsam zum Ticketschalter um den Preis zu drücken. Am nächsten Tag schon sehr früh, fuhren wir 6 Uhr morgens zur Fähre. An dem Tag ging fast alles schief, was so schief gehen könnte. Am Fährschalter angekommen, kochte auch gerade der Wasserkocher um Kaffee aufzubrühen und beim raus ziehen des Steckers löste sich dieser und verursachte einen Kurzschluss. Ruck zuck stand das Armaturenbrett in Flammen. Das Feuer gelöscht und uns vom Schreck erholt, kam die 2. Nachricht des Tages: "die Fähre fährt ohne uns, wir sind zu s c h w e r ". Na gut, beheben wir erst einmal den Schaden und machen das Führerhaus wieder sauber. Nachdem wir noch einmal um das Auto gelaufen sind, stellten wir dann auch noch einen platten Reifen hinten innen fest. Als die 2. Fähre uns wieder nicht mitnehmen wollte, mußten wir nochmal zurück und unser Ticket für eine andere Fährgesellschaft umtauschen. Wir setzten mit einer anderen Fähre über, wechselten noch schnell den Reifen und dann sollte es zur Grenze gehen. Dort stellten wir fest, das unsere grüne Versicherungskarte nur von einem Motorrad für Marokko freigeschaltet war und nicht für die anderen Fahrzeuge, aber es soll die Versicherung ja auch noch an der Grenze geben. Annett kümmerte sich um die Formalitäten und nach 1 Stunde hatten wir es fast geschafft, nur noch einen letzten Stempel und ... aber nein ein Schlepper (der bei uns kein Geld verdient hat, weil wir die Formalitäten selbst gemacht haben) kam hinter uns hinter uns her gelaufen und zeigte immer auf unsere Weltkarte. Bis wir überhaupt begriffen hatten, was die von uns wollten, hatten wir bereits keine Papiere mehr, der Pass wurde uns weggenommen und der Vorgesetzte vom Vorgesetzten und dessen Vorgesetzter und dessen Chef alle standen hinter unserem Auto und diskutierten über unsere Karte. In dieser Karte war zwischen Marokko und der Westsahara noch eine Grenze eingezeichnet, die es aber nicht mehr gibt. Wir versuchten alles (die Grenze mit Aufklebern zuzukleben, wir wollten Marokko zusammen mit der Westsahara raus schneiden, anmalen ....) Alles passte diesen Leuten nicht. 5 Stunden waren vergangen, dann ließen sie sich doch darauf ein, das Land mit Edding auszumalen, jedoch sollte Deutschland auch ausgemalt werden, weil es sonst blöd aussieht. So das wäre geschafft, jetzt bekamen wir unsere Pässe wieder und sie wollten noch mal in das Auto gucken. Als wir dann die Garage aufmachen mußten, stellten die dann auch noch die "noch nicht" angemeldeten Motorräder fest. Diese dann auch noch angemeldet und wir durften fahren, bis zum nächsten größeren Ort, da es schon dunkel wurde und wir noch keinen Übernachtungsplatz hatten. Auf dem Weg dahin, hielt uns auch noch ein Bulle an, der meinte wir wären ein LKW und kein Campingcar und dürften nicht in die Stadt. Mit unseren Diskussionen machten wir es noch viel schlimmer, da er jetzt unsere "grüne" Versicherungskarte sehen wollte, die ja nicht für Marokko freigeschaltet war. Er wollte 40 Euro haben, das ist ein Wochenlohn - natürlich in seine Tasche. Dann zeigte Annett die für die Yamaha und siehe da, das "MA" für Marokko war nicht durchgestrichen aber das unser Auto keine Yamaha war konnte er nicht lesen. An dem Tag beschlossen wir, zurückzufahren und legten uns schlafen. Am nächsten Tag aufgewacht, beschlossen wir uns nicht unter kriegen zu lassen und weiter zu fahren durch das Rifgebirge nach Meknes und nach Fes wo wir uns die zwei Königsstädte mit dem marokkanischen Handwerk ansahen. Leder, Ton, Keramik sowie Teppiche und Silberschmuck alles in Handarbeit gefertigt. Wir kauften einen neuen Ersatzreifen und besorgten einen Internetzugang. Leider regnete es die ganze Nacht und wir wollten doch am nächsten Tag in das Atlasgebirge - hoffentlich kommt das nicht als Schnee runter...!! Langsam schraubte sich unser Auto die 2100 m hohen Berge hoch und noch sah der Schnee am Rand sehr nett aus. Doch am nächsten Pass, der Himmel zog sich zu, die Sicht unter 20 m und 70 cm Schnee - hier geht heute gar nichts mehr - sagte die Polizei. Nachdem der Pass geräumt wurde konnten wir auch weiter und oben auf dem Berg angekommen, trauten wir unseren Augen kaum, sitzen doch da Affen im Schnee!!!!

    Weiter ging es über Azrou nach Midelt zu den Blauen Quellen nach Merzouga in die Wüste. 20 m vor der großen Düne kamen wir mit unserem Womo nicht mehr weiter und mußten auf Kamele umsteigen. Wir ritten in die Wüste um in einer Oase das Leben der Nomaden zu sehen. Wir kauften noch schnell unser Abendessen (lebendig..) dann Kopf ab und gerupft das Huhn und ab auf den Grill und beobachteten noch den sternenklaren Himmel in der Wüste. Nach 3 Tagen verließen wir die Wüste Erg Chebbi und wollten auf der Straße der Kasbahs in die Todraschlucht fahren. Am nächsten Tag machten wir uns mit dem Motorrad auf eine 4x4 Strecke durch die Schlucht. Wir schraubten uns auf 3200 m meist steinigen, matschigen Untergrund hinauf. Nach gut 15-20 km im 1. Gang und immer wieder absteigen, Weg suchen und schieben trafen wir dann die erste Nomadenfamilie. Der Vater barfuß im Schnee, die Kinder verdreckt und nach Bombom schreiend, der Opa uns ein Tee anbietend und die Frau im Fluss die Wäsche waschend haben uns schon sehr beeindruckt. (Wie gut geht es uns doch!!!) Wir haben unsere Mitbringsel dann da gelassen und sind durch den Fluss (da der Weg wieder mal weggebrochen war) weiter. Der Weg ging weiter und vor mir schien es, das bereits schon einmal ein Motorrad langgefahren ist. Die Spuren beruhigten uns, sonst wären wir da schon wieder umgekehrt. Nach 5 km kam uns dann noch eine alte Frau mit Esel und Feuerholz entgegen, die für einen Diham (10 cent) ein Foto machen lassen wollte. Da unser Fotoapparat aber eingefroren war, gaben wir ihr auch ein paar Bonbons, die sie aber ohne Zähne nur lutschen konnte. Wieder ca. 5 km weiter, wo die Spur des Motorrades vor uns wieder zurück ging, war eine riesige Schneewehe. Wir probierten es trotzdem....Links steil bergab, rechts der Berg steil hoch, bei jedem Gasstoß drohte die Karre mit dem Hinterrad runterzurutschen. Mit vereinten Kräften und einer Steinspur im Schnee schafften wir es dann die Stelle nach 1/2 Stunde zu bewältigen. Dann ging es noch 2-3 Serpentinen weiter dann war es aus.... Der Weg vor uns weggebrochen links steil bergab, also ging es nur noch rechts den Berg hoch. Nach 3 Versuchen, die "schmerzhaft" endeten, (Schalthebel verbogen, Kupplungshebel verbogen, Tank zerkratzt - Schienbein aufgeschlagen, Knie verdreht und Klamotten verdreckt bis zum Hals) haben wir dann doch aufgeben müssen. Ein Hirte der vorbeikam zeigte uns, das es nur noch 2-3 km bis zur Straße ist. Leider hat uns das auch nicht geholfen und wir mußten den ganzen Weg zurück. Was für eine Qual, wir spürten schon keinen Knochen mehr. Thorsten konnte den Lenker der XT kaum noch festhalten, da die riesen Findlinge mit dem Vorderrad Jo, Jo spielten. Eine kleine Unachtsamkeit und schon knallte Thorsten mit dem Fuß gegen einen Steinabsatz. Upps der war hin.... der Zeh, nicht der Stein.

    Am nächsten Tag war ein Feiertag, der Tag des Schafes. Überall an der Straße wurden Schafe geschlachtet und 2 Tage gefeiert. Wir fuhren über Ouarzazate nach Zagora und weiter in die Wüste nach M`Hamid. Danach ging es dann vorbei am Hohen Atlas über Taroudant nach Tafraoute in die Berge des Anti Atlas. Dort trafen wir dann unsere französischen Freunde Claude und Danielle mit Hund Venus wieder, mit denen wir auch gleich einen Ausflug mit den Motorrädern in die Berge von Tafroute machten. Durchgefroren aber von der Gegend fasziniert, gingen wir noch eine Kleinigkeit essen (20,– Euro für 4 Personen) tranken noch ein Bier und verabredeten uns in Tiznit für den nächsten Tag. Auf dem Weg sahen wir noch die Arganienbäume auf die Ziegen steigen um an die kleinen runden gelben Früchte ranzukommen aus den das bekannte Arganöl gemacht wird. Kurz nachdem wir angekommen sind, trafen auch die 3 ein und wir machten einen Stadtbummel und kauften für alle daheim gebliebenen - für die jenigen die welche wollten, und für die die keine wollten - Schuhe aus Kamelleder. Auf dem Weg nach Gouelmim kamen wir dann in einen Sandsturm und fuhren an die Küste nach Sidiifni an die Küste um hier entspannt Weihnachten zu verbringen.

     

    Marokko Küste und zurück  

     

    In Sidiifni angekommen ging es auch gleich auf den Souk um uns wieder einen kleinen Vorrat anzulegen. Es machte richtig Spaß einzukaufen, alle Früchte und Gemüse kosteten ca. 0,30 cent das kg und alles frisch vom Bauernhof. Weihnachten vormittag besuchten wir mit Claude und Danielle noch die Felstore am Strand und versuchten mit Händen und Füßen zu erklären wie in Frankreich und Deutschland Weihnachten gefeiert wird. Danach gingen wir in ein Restaurant zum essen, da wir nirgends eine Ente oder eine Gans auftreiben konnten. Am nächsten Tag wollten wir uns eine Massage verabreichen lassen, leider war das Terminbuch leer und erst 1 Woche später gab es einen Termin. Tja das soll einer verstehen. Also fuhren wir zu den am Strand herumliegenden Schiffswracks und versuchten über eine Piste nach Plage Blanche zu fahren. Leider schaffte der Roller von Claude die Strecke über den Berg nicht. Dann ging es weiter nach Agadir zum Atlantikpark einer der größten Campingplätze Marokkos. Da 1960 ein Erdbeben die Stadt fast kompl. zerstörte, ist Agadir eine ziemlich neue Stadt mit Supermärkten, Hotels und gar nicht mehr dieses typische Marokko das wir bisher kennen gelernt hatten. Wir verbrachten Silvester auf diesem riesigen Campingplatz und fuhren nach Essaouira einer sehr schönen Stadt UNESCO-Weltkulturerbe um von da aus nach Marrakesch zu fahren. Diese Königsstadt ist eine sehr schöne und touristische Stadt mitten im Herz von Marokko. Am schönsten fanden wir den Gauklerplatz Djamâa wo am Nachmittag Schlangenbeschwörer, Quacksalber, Akrobaten und Schreiberlinge ihre Vorführungen machen. Abends werden Garküchen aufgebaut und die Stadt erstrahlt in einem Lichtermeer. So ging es nach 2 Tagen wieder zurück an die Küste nach Safi und weiter nach Qualida in die Lagune wo Austern gezüchtet werden. Casablanca die Industriestadt Marokkos statteten wir nur einen Kurzbesuch ab. Die Moschee die dem verstorbenen König Hassan II gewidmet ist, wurde direkt ins Meer hinein gebaut und kann sogar besichtigt werden. Sie gehört zu den größten der Welt, sie hat Platz für 100.000 Gläubige. Dann ging es in die Hauptstadt Rabat auch eine Königstadt sehr angenehm zum bummeln und dem Handwerk zuzuschauen. Nun zum Abschied stehen wir noch in Larache, wo sich alle Marokkokommer und Marokkogeher treffen und hoffen wir kommen morgen gut über die Grenze nach Spanien und die Grenzer wollen uns nicht hier behalten... So, zum Abschluss können wir sagen: Marokko ist eine Reise wert, vielleicht sollte man auch ein 2. Mal herkommen, aber wie man jedes Jahr herfahren kann, können wir nicht verstehen, es gibt noch so viel sehenswertes auf dieser Welt.

     

    Gibraltar

     

    Wie gesagt "sie haben uns wieder raus gelassen aus Marokko". Nachdem wir Mohamed mit 2 Euro geschmiert haben, ging es auch ohne Probleme durch die Grenze. Ein Grenzer hat noch den kompl. Wagen abgeklopft und einer hat uns auch wiedererkannt aber wir wurden dann doch raus gelassen. Auf in Richtung Spanien und erst einmal Schinken und Schweinewurst gekauft. Am nächsten Tag ging es bei schönstem Wetter nach Gibraltar. An der Grenze ging es gerade nicht vorwärts, da ein Flugzeug gelandet ist und die Landebahn quer über die Landzunge ging. Dafür mußte dann die Straße gesperrt werden und das Flugzeug durfte landen. Los ging es auf den Moorish Castle über die Bastionen zu den Tunnelanlagen die mehr als 50 km unterirdisch im Felsen gebaut wurden. Die besondere Attraktion waren natürlich die Berberaffen die so verfressen sind, das sie dich anspringen und nach "Fressbaren" suchen. Danach ging es weiter in die Stadt auf die Main Steet und was sehen wir da? Zollfrei einkaufen..... Also Zigaretten und 43er gekauft, Annett bekam einen BH von Thorsten direkt auf die Möpse angepasst und Thorsten eine coole Lederjacke. Das war schon ein Ausflug der sich echt gelohnt hat. Jetzt geht es langsam zurück bis an die Cote d´Azur danach noch ein paar Freunde im Ardéche Tal den Bergen Frankreich´s danach zu Claude und Danielle und Hund Venuse die wir in Marokko kennengelernt haben. Dann geht es weiter nach München zu meinem Freund Baddy und noch für eine Woche mit dem Motorrad an den Gardasee.

     

     

    Dänemark Schweden Finnland

     

    nachdem wir eine 4 wöchige Pause vom Reisestress zu Hause eingelegt hatten, ging es in die nordischen Länder also auf über Fehmarn nach Dänemark, wo wir uns als erstes die Insel Mon angesehen haben. Die Treppen zum Kreidefelsen raubten uns unsere nicht vorhandene Kondition also schnell weiter nach Kopenhagen eine schöne Stadt, die wir mit dem Motorrad erkundeten und schon ging es weiter mit der Fähre nach Schweden und dann in Richtung Göteborg wo wir Ole und Frau einen Besuch abstatteten. Mitten in der Pampa, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, hatte Ole sein Haus. Ihn und seine schwedischen Leute hatten wir in Spanien kennen gelernt, immer gut drauf, immer nen “Drink” am Hals und ein lustiges Lied auf den Lippen. Nachdem wir uns über die schwedischen Gebräuche informiert haben und einige Tipps und Tricks über die “alten Schweden” erfahren haben, ging es weiter nach Stockholm wo wir gleich 2 Tage blieben. Durch ein Konzert von Bruce Springsteen, platzte die Stadt aus allen Nähten, aber wir guckten uns trotzdem alle Sehenswürdigkeiten an die man gesehen haben muss und bummelten durch die Altstadt. Als wir am Abend im Hard Rock Café einkehren wollten, gab es keinen einzigen Tisch mehr. Also kurzerhand einen Tag drangehangen, dann ging es weiter über den Vätern See nach “Uppsala” wo wir dann uppsala sahen, das wir wieder mal eine Reifenpanne haben. Hopp, Hopp im Rekordtempo von 45 Min. Reifen ab und drauf und weiter Richtung Norden. In Sundsvall geht es dann in die Mitte von Schweden - in die Pampa - in die Natur pur.... schau´n wir mal wo die Elche, Bären und Rentiere sind.... Am Abend übernachten wir am See mit Lagerfeuer und Mücken so groß wie Spatzen... (Na gut, das mit den Mücken ist Anglerlatein....) also weiter zu einem der größten Wasserfälle in Lappland. Danach ging es in die kahle Bergwelt, die Straße ist nur im Sommer für 2 Monate geöffnet, dort machten wir eine kleine Wanderung und was fanden wir?... Ein Snowmobil guckte da aus dem schmelzenden Schnee! Da wurde wohl einem das Benzin knapp und er mußte es im Winter stehen lassen... na schau´n wir mal ob es noch funktioniert... und wirklich Kompressionen hatte es noch, aber wie bekommen wir es mit? Na schade... müssen wir es doch stehen lassen, da weint das Motorradhändlerherz.... Nachdem wir noch die Wassertreppen

    gesehen haben, wollten wir eigentlich übernachten - .... als Thorsten feststellt, unser Tankdeckel mit sämtlichen Schlüsseln vom Klo und Zubehör fehlt. Au Kacke, den haben wir wohl an der letzten Tanke vergessen... also mit gehangen und mit gefangen (auf´s Motorrad und zurück - 280 km und den Tankdeckel geholt - wird ja eh nicht dunkel und wir können die ganze Nacht durchfahren - übrigens er war noch da....) Nach einem abendlichen Grilllagerfeuer ging es dann in Richtung Finnland - schnell getankt - hier kostet der Diesel mal wieder unter 1,– Euro und weiter zum Weihnachtsmann nach Rovaniemi (der Polarkreis geht durch den Ort und der Weihnachtsmann mit seinen Helfern, den Wichteln, bastelt das ganze Jahr über Geschenke und beantwortet über 600.000 Briefe im Jahr. Schon ein wenig komisch.... Inzwischen laufen uns die Elche und Rentiere ziemlich oft über den Weg, so dass wir den Fotoapparat gar nicht mehr raus holen - aber

    als eine Elchfarm ausgeschrieben stand - konnten wir uns nicht verkneifen, da mal vorbeizuschauen. Hilde und Herbert waren von unserem Besuch ganz entzückt, Thorsten hat die Hilde mit Bananen gefüttert, das sie ihn mit ihren dicken Lippen einen Kuss aufdrücken wollte - aber sie sabbert ein wenig.... Am nächsten Tag ging es dann nach auf der E4 am Meer entlang Richtung Finnland und zwar nach Rovaniemi dem Polarkreis mit dem Dorf vom Weihnachtsmann. Dort basteln der Weihnachtsmann mit seinen Wichteln das ganze Jahr Geschenke und im Weihnachtsmann-Postamt beantwortet er über 250 000 Briefe im Jahr. Durch ein Märchenland mit tickender Uhr, Eis und Renntieren ging es dann auch zum Weihnachtsmann direkt, wo wir unsere Wünsche für Weihnachten aufsagen durften. Dann sprangen wir noch kurz über den Polarkreis und machten uns auf den Weg zum Inarisee, dem drittgrößten finnischen See, besuchten noch die Goldgräberstadt zum Gold schürfen und die Trolle die es nicht mehr geschafft haben sich vor der Morgendämmerung in die Erde zu verkriechen und jetzt zu Sein geworden sind und am Meer herumstehen um von den Touristen fotografiert zu werden. Wir übernachteten nochmals mit Lagerfeuer am See und wollten am nächsten Tag nach Norwegen einreisen...

     

     

    Norwegen

     

    Da es den ganzen Tag regnet und wir sehnsüchtig und voller Spannung dem Nordkap entgegenfiebern, fällt es uns nicht schwer, die km herunter bzw. hinauf zu fahren. Am nächsten Tag guckte sogar mal die Sonne heraus und wir fuhren weiter und weiter und da die Sonne sich immer mehr Platz machte und natürlich ununterbrochen “da” ist fuhren wir auch gleich durch zum Nordkap durch 2 lange Tunnel und standen auf einmal bei strahlenden Sonnenschein vor einer Horde Wohnmobilen, Bussen und PKW´s. Natürlich geht ohne Eintritt gar nichts und so löhnten wir auch noch mal richtig, wurden aber mit 2 wunderschönen Tagen und einer Mitternachtssonne verwöhnt, die es nicht oft am Nordkap zu sehen gibt. Nun stehen wir hier, 71°10'21" das North Cape hier endet die Welt bzw. stehen wir an einem der meistbesuchtesten Touristenzielen in Norwegen. Es ist zwar nicht der nördlichste Punkt Europas, das ist eine Halbinsel neben an, aber da wir auf einer Insel stehen, wäre dann wohl der nördlichste Punkt Spitzbergen der aber noch 1000 km nördlicher liegt....wo wir aber nicht mit dem Auto hinkommen, egal wir finden das Spektakel ganz witzig. Ab und zu kommen Massen an Bussen von den Hurtigrutenbooten an, dann kann man den Globus, der auf dem Plateau steht gar nicht mehr erkennen. Wir gingen uns noch einen wunderschönen Film auf der Panorama Leinwand im Keller des Kommunikationscenters anschauen wo alle 4 Jahreszeiten am Nordkap gezeigt wurden. Dann nochmal zum Globus mit den Strahlen der Mitternachtsonne, ein begehrtes Fotomotiv und ohne eine Wolke am Himmel. Dann gingen wir schlafen, was natürlich auch nicht so einfach ist, wenn die Sonne ununterbrochen durch sämtliche Ritzen des Womo´s guckt und der Wind das Womo hin und her schüttelt.

    Wir lassen uns von dem kalten Wind nicht abhalten und holen das Motorrad raus und gucken uns Honningsvag an, da kommen die Hurtigboote an und die Leute werden zum Nordkap gekarrt und fuhren weiter in Richtung Hammerfest.  Hammerfest war reichlich blöd, weder die Stadt noch die Fahrt dahin war lohnenswert, außerdem regnete es mal wieder in Strömen, also begaben wir uns auf die größte Straße die E6 in Richtung Süden und unser nächster “Halt” sollte Alta werden, wo berühmte Felsritzungen 1973 gefunden wurden. Der Weg zu den 4200 bis 500 v. Christi datierten Felszeichnung ging natürlich durch ein Museum mit Eintritt. Da wir langsam auch gelernt haben zu sparen, stellten wir schnell fest, dass jeder Besucher einen kleinen Aufkleber bekommt der täglich die Farbe ändert. Einige der Besucher klebten die Aufkleber dann draußen auf den Mülleimer und andere (wir nennen jetzt keinen Namen) pflückten ihn wieder ab um ihn dann nochmal zu benutzen und sich diese Felszeichnungen die auf der Liste der Unesco-Weltkulturerbe stehen anzusehen. Schon ging es weiter zu dem lachsreichen Fluss Altaelva an einen wunderschönen Platz mit noch ein paar Wohnmobilen direkt vor uns der Fluss und die Berge. Dort trafen wir dann auf ein paar Finnen die uns dann zeigen wollten, wie man Mittsommernacht feiert. Sie luden uns zum typisch finnischen Essen ein, leider kamen wir nicht mehr zum essen, da keiner mehr kochen konnte, also wurde versucht zu angeln mit einem selbstgebauten Gerät mit einem Plastikfisch drin - aber soooo blöd sind selbst die hungrigsten Lachse nicht. Also ging es auf nach Tromso, die Pforte zum Eismeer, von hier aus starteten viele Expeditionen in die Arktis. Das erste was uns auffällt, ist die aus unserem Reiseführer beschriebene schneeweiße Eismeerkathedrale, in die wir auch mal einen Blick reingeworfen haben, aber da gerade ein Gottesdienst mit Taufe war, wollten wir nicht stören und fuhren in die Stadt in das Tromso Museum. Hier wurde uns dann anschaulich die nordische Fauna und Flora und die Lebensweise der Samen gezeigt sowie einige Expeditionen in die Arktis und die Robben und Eisbärenjagd. Erstaunlich war wie zwei Forscher sich auf den Weg machten zum Nordpol und den einbrechenden Winter unter

    zwei Kajaks verbrachten, als Nahrung hatten sie dann Walfisch einmal als Suppe einmal als Steak und dann wieder als Suppe...? Dann wollten wir uns noch das Erlebniszentrum Polaria ansehen, eine Erlebnisreise durch das arktische Spitzbergen, ein Film über die Polarnacht mit dem Nordlicht und viele lebendige Fische und Meerestiere im einem Aquarium. Genug von Kultur, geht es in Richtung Gryllefjord wo wir kurz vorher noch mitten in der Wildnis an einem Bächlein übernachteten und am nächsten Tag zur Fähre nach Andenes fuhren. Den Berg den wir noch überwinden mußten, ging leider nur mit 15 km/h, gut das wir früh genug losgefahren sind. Um auf die Fähre zu kommen, mußte Thorsten den Kassierer dann auch noch mit Whisky beibringen, dass unser Auto doch nur 6m statt 8,50 m ist.(Der Preis für 8,50m ist 3x so hoch) Klappte hervorragend. In Andenes angekommen, meldeten wir uns gleich mit Conny und Fred die wir auf der Fähre kennen gelernt hatten zur Walsafari an. Wir hatten zwar eine sehr ruhige See, was aber bedeutete, der Kahn wackelt nur unwesentlich weniger aber mit den Tabletten gegen Übelkeit auf See ging es so einigermaßen. Dieser Ausflug hat uns recht gut gefallen, haben sogar 3 Wale gesehen und alle Wissenslücken über sie geschlossen. So fuhren wir dann auf die Lofoten, stellten das Womo an unseren Übernachtungsplatz und guckten uns die weißen Sandstrände, die grünen Wiesen und schroffen Berge an. Wir fuhren an den stinkenden zum trocknen aufgehängten Fisch vorbei zu dem Ort mit dem kurzen Namen “A” so wie der letzte Buchstabe im norwegischen Alphabet.

    Leider wachten wir am nächsten Tag mit Nebel und Regen auf, so dass wir von der tollen Landschaft nichts mehr sahen, also weiter zur Fähre und wieder auf das Festland nach Bodo wo wir auch gleich weiter zu den Stromschnellen des Saltstraumen fuhren. Nirgendwo ist der Gezeitenstrom stärker. 400 Mio.m3 Wasser werden mit 20 Knoten durch den 3 km langen und 150 m breiten Sund gepresst wodurch Strudel entstehen und die Angler ihr Glück versuchen. Wir bogen dann doch von der kleinen Straße 17 ab und fuhren über die Berge Richtung E6 zu dem Svartisen-Gletscher dem zweitgrößten Gletscher Norwegens. Mit Booten geht es die erste Strecke und dann 3 km zu Fuß bis zur Sichtung des 370 km2 großen Gletschers. “Bergauf” und mit Schwitzeschweiß auf der Stirn gingen wir dann auch noch den letzten Rest um mal am Gletscher zu lecken... Wir hatten sogar das Glück, das ein Stück abbrach und im Gletschersee landete. So fuhren wir weiter zum Polarkreis dieses Mal von Nord nach Süd und mußten bei Bestwetter erst einmal eine Pause einlegen und es ging weiter immer die E6 und dann die 17 am Atlantik nach Bronnoysund wo es einen 260 m hohen Berg gibt, der in 112 m Höhe ein riesiges Loch ca. 20 m breit und 30 m hoch hat. Die Schiffe der Hurtigruten machen extra einen Abstecher um diesen Berg zu sehen, wir gehen hoch und durch das Loch wieder zurück. Welch Strapazen ...., schnell weg über Namsons nach Steinkjer wo wir wegen schönem Wetter mal 2 Tage Pause machten. Als wir dann weiter Richtung Süden fuhren, Thorsten war am träumen, Annett am Reiseführer lesen - Annett guckte kurz hoch und schrie: bremssssss - da sah Thorsten es auch: ein Poller, den er sonst mit 20 km/h überfahren hat - nahm er jetzt mit 60 km/h. Es ging nur bum, bum vorn und bum, krach hinten.... dann flog schon eine Blattfeder davon und kurze Zeit später die zweite, wir trauten uns gar nicht anzuhalten und nachzusehen, aber was soll´s .... Nach kurzem Check stellte Thorsten fest, das noch 3 Lagen Blattfedern gebrochen waren. Nun hingen wir ein wenig schief und nach dem Besuch einer Werkstadt, die aus einer alten Blattfeder eine neue reingeschweißt hat, hingen wir dann nach der anderen Seite - konnten aber mit diesem Notbehelf nach Hause fahren. Und so ging es weiter um so nah es geht an Levanger ran zu fahren um von da aus kurz einen Besuch zu Hause einzulegen und “Muttern´s 80. Geburtstag” zu feiern. Auch dort lernten wir nette Holländer kennen, die mit uns den Abend verbrachten und auch mal schnell “nacksch” in den See hüpften um sich den Schrittgeruch zu beseitigen. Lustig wars.....Weniger lustig war der Tag als wir aufstanden um mit dem Motorrad 800 km nach Stockholm zu fahren, von wo der Flug nach Hannover ging, denn.... es regnete..! Also Regenkombi drüber und los. Nach 1 Std. Dauerregen waren wir dann auch schon nass, hilft nichts da müssen wir wohl durch und weiter, wird wohl schon trocknen im Fahrtwind. 150 km vor Stockholm machten wir dann Pause und suchten uns einen Übernachtungsplatz, was nach Jugendherberge aussah, war auch so etwas ähnliches. Wir bekamen kein Auge zu und am nächsten Tag, die Sachen waren noch nicht mal trocken, regnete es in Strömen. Die Straßen unter Wasser machten wir uns auf zum Flughafen, wir hofften das die Karre das mitmacht..., aber Glück gehabt, nass aber pünktlich waren wir am Schalter. Nach einer super schönen Feier ging es dann zurück nach Stockholm, dieses Mal fuhren wir durch und wurden natürlich wieder nass bis auf die Haut aber wir kamen gut an. Auf dem letzten 100 km Stück, die Straße dampfte von aufsteigenden Nebel, die Sonne (24 Uhr) stand rot leuchtend am Horizont da stand ein Briefkasten in Form eines Elches..... der den Thorsten erst mal zu einer Vollbremsung veranlasste. Nach kurzem Check das es doch nur ein Briefkasten war, wurde es auch Zeit das wir ins Bett kamen.

    Am nächsten Tag wurde nur ein kurzes Stück gefahren, sahen uns noch Trondheim an mit seinem Dom und fuhren dann über die Berge nach Lom weiter bis kurz vor dem Geirangerfjord. Dort parkten wir und wollten am nächsten Tag den mit dem Motorrad den Geiranger und den Trollstigen erkunden. Und so ging es dann los über den Dalsnibba 1465 m hoch mit einer Aussicht über die RV 63 mit seinen gewunden Straßen, übrigens der höchste auf einer Autostraße erreichbare Punkt in Norwegen und natürlich Mautpflichtig. Dann ging es zum Geirangerweg hinunter zum Fjord, wir überwinden 1000 m Höhendifferenz mit 8-10 % Gefälle und zich Haarnadelkurven die kein Mensch mehr zählen konnte. Aber wir waren ja noch nicht bei den Trollstigen. 11 Schwindel erregende Haarnadelkurven und über 800 Höhenmeter und eine Steigung von 12 % auf halber Strecke ein tosender Wasserfall bei dem es besser wäre wir hätten die Regenkombi an, ein Hammer.....Thorsten wollte gleich nochmal....! Hätte unser Womo das machen müssen, ich glaube wir hätten schieben müssen, ach ja die Breiteste ist die Straße auch nicht, also 2 Bussen oder Womo´s ist es nicht möglich aneinander vorbeizufahren.... Weiter ging es dann nach Andalsnes und über die Fähre von Hellesylt zum Geiranger zurück.

    Da es am nächsten Tag mal wieder regnete und unsere Klamotten noch nicht mal etwas trocken waren, ging es weiter zum Jostedalsbreen ein Nationalpark mit dem größten Gletscher Europas mit einer Dicke des Eises bis zu 500 m. Wir packten den Rucksack und wanderten zum Gletscher im Gegensatz zu dem vorherigen Gletscher war der Briksdalsbreen von Touristen überlaufen, der Parkplatz war vor Bussen gar nicht mehr zu erkennen. Zwar konnte man auch bei diesem Gletscher bis ganz ran gehen, aber Thorsten traute der Sache nicht so richtig, da wir beim letzten schon einen Abbruch des Eises gesehen haben und jetzt konnte das Eis nicht in den See sondern wäre genau den Berg runter - es war im zu gefährlich - Annett wollte ging dann aber auch nicht. Als wir wieder 10 min. auf dem Weg zurück waren.... krachte es auf einmal und ein Stück Eis brach ganz oben ab und kullerte mit Getöse den Gletscher hinab, da war aber das große Laufen...., na da wären wir gerade am Gletscher gewesen... Und so ging es unbeschadet weiter zur Insel Maloy am Atlantik, wo wir im Prospekt einen Stein gesehen haben, der wie ein Pilz aussieht und auf den wir sitzen können... Leider regnete es wieder mal, aber wir fanden den Stein und mit Feuerleiter und anderen Tricks schoben wir uns hoch - ein sau geiles Foto - wie auf dem Prospekt -hi,hi.. Naß bis auf die Haut fuhren wir durch den längsten Tunnel der Welt (24,5 km - mautfrei - welch ein Wunder...) und kamen in Fläm an eine der spektakulärsten Schienenstecken die auf einer Normalspur befahren werden können. Die Tunnel wurden von Hand in den Fels geschlagen z.t. als Wendeltunnel gestaltet, in denen sich die Trasse spiralförmig nach oben schraubt. Für die 20 km lange Strecke wird ein Höhenunterschied von 865 m bewältigt, die größte Steigung ist 55 % und eine Aussicht die einfach mit Worten nicht zu beschreiben ist. Den 21 km langen Rückweg legten wir dann zu Fuß zurück um auch alle Eindrücke auf Foto festhalten zu können. Fazit: Aua - jetzt haben wir eine Mietz - (Muskelkater) und 3 Wölfe ....aber es geht gleich weiter nach Bergen die zweitgrößte Stadt Norwegens und Ausgangspunkt der Hurtigruten. Die farbigen Holzhäuser sind Unesco-Weltkulturerbe, aber ansonsten ist die Stadt von Touristen völlig überlaufen und auf dem Fischmarkt kann man fangfrischen Fisch zu Preisen kaufen und essen, da bleibt einem das Teil im Hals stecken. Auf geht es zu neuen Herausforderungen, der Prekestolen (Predigtstuhl) die größte Natur-Sehenswürdigkeit in der Umgebung, jedoch mit einer Wanderung von 2,5 Std. nach oben über dicke Steine und Flußbetten bzw. Wasserfällen geht es steil auf ein 600 m senkrechtes und an drei Seiten steil abfallendes Plateau. Der Ausblick lohnt sich auf jeden Fall wenn dann der Nebel sich verzieht, natürlich trauen wir uns auch robbenderweise bis an die Abbruchkante um einmal hinunter zu gucken. Thorsten lässt sogar die Beine in den Abgrund baumeln, hat jedoch dann von den Massen an Leuten die Nase voll und wir beginnen den Abstieg der jedoch genau so anstrengend ist, da die Steine ziemlich glatt und es immer voller wird. Am nächsten Tag ging es Richtung Stavanger einer

    Industriestadt, über die es sich nicht lohnt zu schreiben. Eigentlich wollten wir ab jetzt mal ein wenig den schönen Strand genießen, der ab Egersund bis Kristiansand beliebte Badeziele des Landes sind, aber es regnet mal wieder. Am Abend kam es dann noch dicker, der Wetterbericht und die Zeitung zeigten 3 Tiefs an die bis zum 8.August über die Gegend kommen - was tun....??? Nach kurzem Hin und Her, hatten wir die Lösung. Wir fahren nach Hause, bringen das Auto mit Blattfeder, Herd, Tank und Dämpfer wieder in Ordnung und fahren dann schon einen Monat früher wieder in den Süden.

     

     

    Wieder auf Tour über die Balkanländer nach Griechenland

     

    am 30. August 2009 ging es nach einem schönen Abend im Schloss in Neustadt ging es nach Düsseldorf zu Caravanmesse. Als wir dort abends einen Rundgang machten, trafen wir doch tatsächlich "moin-moin" mit seiner Elfi die wir in Marokko kurz vor Silvester kennen gelernt hatten und verbrachten einen schönen Abend im Festzelt der Messe und sahen uns am nächsten Tag auf der Messe die Neuheiten an und bauten im Gedanken schon wieder ein neues Womo. Danach ging es nach Bad Waldsee zu Besuch von Karl und Julia und den erholsamen Thermen. Dann ging es zur Hochzeit meines Freundes Dirk mit Nikol. Wir feierten mit Schnitzeln so groß wie unsere Teller, mit Bier das in Bayern fließt wie Wasser und guter Laune. Wir fuhren weiter über Cesky Krumlov - Budweis und Brünn nach Bratislava und dann zum Balaton wo wir eine kleine Rast einlegten. Da hier schon die Saison vorbei war, ging es gleich weiter zu Maria nach Gyula, die uns gar nicht wieder gehen lassen wollte. Wir waren jedoch zu neugierig auf Rumänien, dass wir nach Hunedoara zu dem Draculaschloss fuhren wo sich der Fürst Vlad Tepes mehrmals aufgehalten haben soll. Leider findet man in Rumänien nicht so leicht Campingplätze und so suchten wir, bis wir ca. 30 km weiter einen Campingplatz fanden der uns über den Nachbarhof auf sein Gelände fahren ließ Die Schwiegertochter machte uns noch für ein paar Euro typisch rumänisches Abendessen mit Blick auf die Transilvanischen Berge und am nächsten Tag ging es durch die Karpaten in Richtung Bulgarien. Die Städte in Rumänien sind dreckig und die

    Straße voller Löcher, dass wir aufpassen mußten nicht darin zu versinken..., die alten Fabriken stehen als Skelette rum da sich die Leute die Steine für ihre Häuser raus geklaut haben. Mittendrin sind totale kitschische Häuser mit goldenen oder silbernen Türmchen und Dachrinnen mit Drachen verziehrt die sich die Zigeuner hinstellen um ihren Reichtum zu zeigen, den sie (wie auch immer...) sich im Ausland angeschafft haben. Weiter ging es nach einer kurzen Übernachtung in Richtung Bulgarien, die das Wort EU leider noch nicht gehört haben. Nach einer unfreundlichen Überfahrt über die Donau, wo uns ein LKW noch mit seinem Spiegel am Fenster entlang ratschte, kamen wir an die Grenze wo wir dann auch noch von Hafengebühren, Transfährgebühren, Visumgebühren und Desinfektionssprühregen überrascht wurden, das uns die nachfolgenden Ampeln und Baustellen wo sich die Autos die Spiegel abfuhren

    nur um ein Auto weiter vorn zu stehen, nicht mehr überraschte. Auf jeden Fall müssen diese Länder noch viel tun ....! Wir freuten uns auf jeden Fall auf Griechenland, diese Grenze passierten wir dann wesentlich einfacher und kamen auch mit Sonnenschein am Strand vom ersten Finger in Chalkidiki an - und Hose runter und rein in die Fluten. Wir hatten viel zu erzählen mit Ben und Ria, den beiden Holländern mit denen wir schon Weihnachten in Marokko verbracht haben. Da uns die Griechen sind so freundlich, aufgeschlossen und nett empfingen, fühlten wir uns auch gleich sau wohl. Wir finden traumhafte Strände und wieder kommen die Griechen an und laden uns zu sich ein, fragen ob wir was brauchen oder wollen sich einfach nur unterhalten.

     

     

     Griechenland - die Chalkidiki das Festland und die Peloponnes 

     

    nach dem wir uns ein wenig von der Fahrt erholt hatten ging es auf den ersten Finger der Chalkidiki. In der Nähe von Olimpiada bei Stratoni fanden wir auch ein schönes Plätzchen mit direktem Meerzugang und eigenem Strand. Schon das Boot vom Auto runtergeholt und einen Ausflug gemacht.Über Thorstens Scherze, der Motor stottert und geht aus - lachten wir 2x dann merkten auch wir.... er macht gar keine Scherze...! Ein Glück, das wir die Paddel mitgenommen haben auf den Weg zum Klosterfelsen Athos. Wir versuchten nochmals den Motor anzuziehen, dann ging es mal wieder ein paar Meter und er ging wieder aus. Na mit 50 x neu anziehen kamen wir dann auch nach Hause und schnell das Boot wieder aufs Dach. Wir fuhren weiter zum Mittelfinger dort suchten wir den Finger nach Thorstens Urlaubsort vor 20 Jahren. Abends konnten wir an unserem neuen Übernachtungsplätzchen: 3000 m Sandstand völlig leer spazieren und uns ein Bifteki mit einem kühlen Bier reinpfeifen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Motorrad noch den 3. Finger Kassandra ab, der mehr vom Tourismus geprägt ist. Am nächsten Tag weckten uns die Ziegen die über unseren Platz rannten und wir beschlossen den Berg Olympos 2918 m zu erklimmen, aber als wir immer höher auf den Götterberg fuhren, wurde es uns immer kälter. Den letzten Rest wollten wir dann auch nicht mehr, es fing an zu regnen und zu gewittern und wir hatten nur unsere kurzen Höslein an. Von da aus ging es dann weiter auf die Insel Euböa die zweitgrößte in Griechenland aber touristisch nicht so erschlossen aber wir wollten in Loutra Edipsou die Thermalquelle

    n im Meer ausprobieren. Es ist nicht zu glauben, es war wie in der Badewanne. Mitten im Meer kommen richtig heiße Quellen die das Wasser im Meer aufheizen. Es war der Hammer, die Griechen brachten und im Wasser ein paar griechische Worte bei, einige Leute erzählten uns das sie früher mal in Deutschland waren und wir hatten ne Menge Spaß in dieser riesigen Badewanne, so dass wir gleich noch 3 Tage drangehangen haben - der Gesundheit - wegen... abends wurde der Schwefelgeschmack mit einem leckeren Essen und nem Weinchen hinuntergespühlt und nach der Anstrengung lagen wir auch schon um 20 Uhr im Bett.

     

     

    Von Evia über Athen nach Korinthos

     

    in Evia ist es noch typisch griechisch, angefangen von der Sprache die auch auf den Straßenschildern nur noch in griechisch ist - wir haben sie dann übersetzt mit den Buchstaben die aussahen wie ein Zelt eine umgekehrte 3 usw. also hießen die Städte dann: Zelt, Drei umgekehrt, Haus und Galgen - wenn man sie dann lesen konnte, waren sie mit Aufklebern und Farbe zugekleistert. Aber wir fahren ja Richtung Athen, da wird es schon besser werden, die hatten ja die Olympiade 2004 bei sich, das wird dann wohl alles ausgeschildert sein. Nur noch über einen Berg, der Kühler schafft schon wieder nicht sich im normalen Bereich aufzuhalten (also Heizung an...., als ob es nicht schon warm genug ist) dann schnell noch auf einen Parkplatz in der Stadt Halida der Verbindung zum Festland. Annett ruft die Emails ab, ich gehe kurz um das Auto, da startet das Auto wie von Geisterhand...., was macht Annett da schon wieder....!!! Aber die sitzt nur am Computer und das Auto geht einfach so an.... ein Glück, das ich die Handbremse angezogen habe. Nun dann, Werkzeug raus und mal nachgeguckt, als ich die Rampe unten hatte und mein Werkzeug in der Hand, springt das Ding wieder an und keiner macht was...., wenn ich mich jetzt drunter lege und das Auto geht an.... dann bin ich Matsch! Also Batterie ab und dann geguckt, das Kabel vom Anlasser hat sich aufgescheuert und so ging das Auto bei der kleinsten Bewegung an (wenn das ein Dieb wüsste.....) Aber Mann von Welt hat ja alles mit, also mit Tape und Kabelbindern war das schnell wieder behoben und mein Blutdruck wieder im Normalbereich...! In Athen ging es auf einen Campingplatz, den 1. in Griechenland. Von da aus fahren wir morgen früh in die Stadt mit dem Motorrad. Wir besuchten alle "alten Steine" die wir finden konnten, von der Akropolis auf dem 150 m hohen Felsplateau bis zu den Markthallen und der Altstadt besuchten wir fast alles was uns interessant erschien. Flügellahm konnten wir uns dann nur noch ins Hard Rock Café schleppen. Glücklich und zufrieden kehrten wir Athen den Rücken. Also ging es am nächsten Tag weiter in Richtung Korinth. Nachdem wir dann noch einen super Strandplatz gefunden hatten, glasklar ohne die geringste Welle, spürten wir wieder die Gastfreundlichkeit der Griechen, sie kamen mit Kaffee an und wünschten uns guten Tag bzw. Kalimera.

     

     

     Über den Kanal von Korinth auf die Peloponnes

     

    Auf dem Weg zum berühmten Kanal Kotinthos, haben wir unser Womo auf einem Vorsprung genau am Kanal geparkt und konnten so alle Schiffe vorbeifahren sehen bevor es weiter zur mächtigen Burg Akrokorinthos ging. Dort hatten wir Glück, es war Sonntag und da kann man alle staatlichen Sehenswürdigkeiten umsonst besichtigen. Also rein in die Museen und die alten Steine und Säulen besichtigt um danach bei einem Abendessen den Tag ausklingen zu lassen. Wie in jedem Restaurant das wir bisher in Griechenland ausprobierten, schmeckte zwar der Wein und der Ouzo aber das Essen ist nicht für Feinschmecker geeignet. Am nächsten Tag ging es weiter nach Nafpoli, diese Stadt punktete nicht nur mit seiner Burg sondern auch mit seiner Altstadt mit den kleinen Hotels, Boutiquen und leckeren italienischen Eisläden wo nicht nur wir Stammgäste waren sonder auch viele Kreuzfahrtschiffe anlegen um sich die Stadt anzusehen. Bei einer Motorradtour durch die Berge fanden wir nicht nur ein altes verlassenes Kloster (aber mit frischen Blumen) ein altes verlassenes und verrostetes Schiff (das einmal ein Flüchtlingsboot war und keiner wusste damit was anzufangen, also wurde es einfach an Strand zur Touristenattraktion gestellt...) Wir rollten auch mit dem letzten Sprit noch an eine endlich kommende Tankstelle bevor der Tag mit einem traumhaften Sonnenuntergang zu Ende ging. Wir fuhren über die Berge des Parnongebirges wo wir durch 2 Dörfer nur mit mehrmaligen rangieren die Kurven herumkamen. Auch auf der mittleren Spitze auf der Peloponnes fanden wir wieder einen Traumstrand und besuchten die Stadt Monemvassia ein venezianisches Festungsstädtchen auf einer Felsinsel gelegen, Sparti mit seiner mittelalterlichen Festungsstadt Mitstras und führen durch das Taigetos-Gebirge nach Kalamata und weiter zu der Westküste. Bei der Besichtigung von Olympia (3 Tage später wurde genau dort das Olympische Feuer angezündet) verfuhren wir uns kurz und standen mit unserem Wagen direkt im Theater auf dem Platz leider waren keine Zuschauer die Thostens Parkkünste beklatscht hätten, aber Annett hat schnell ein Foto gemacht...Wir verrabschiedeten uns dann auch von der Peloponnes und fuhren noch über Nafpaktos nach Delfi. Für die alten Hellenen der Nabel der Welt und für uns ein kultureller Höhepunkt unserer Reise. Wir besuchten die drei Säulen der Göttin Athena, die Quelle an der sich Pilger rituellen Waschungen unterziehen und einen kegelförmigen Stein der den Nabel der Welt symbolisiert. Nach diesem Kulturprogramm müssen wir uns erholen und so ging es nach Thermopiles mit einer Quelle und einem Bachlauf mit heißem Schwefelwasser wo wir uns mit einem Bierchen hineinsetzen. Das war so genial und erholsam, das wir noch einen Tag länger in dem nach faulen Eiern riechendem Bach verbrachten und abends mit Lagerfeuer den Tag ausklingen ließen bevor wir über Thessaloniki und Kavala uns auf den Weg in Richtung Türkei machten. Unser letzter Stop, ein Campingplatz kurz vor der Türkischen Grenze, auf dem wir noch schnell ein paar Sachen durchgewaschen haben und das Auto auf Vordermann gebracht haben.

     

     

    Türkei

     

    am Sonntag fuhren wir dann in Richtung Türkische Grenze. Auf einer langen Brücke überqueren wir den Fluss Evros/Meric Nehri auf der ziemlich junge Soldaten mit schweren Maschinenpistolen bewaffnet uns freundlich winkend hinterher schauten. Die Grenzformalitäten waren in 1 Stunde erledigt und unser Auto wurde in den Pass eingetragen und wir fuhren weiter in die Bucht an den nördlichen Dardanellen wo sich Europa und Asien die Hand geben. An einer Kneipe in Eceabat machten wir halt um schnell das letzte Rennen der Formel 1 zu schauen. Vor lauter Aufregung bei dem Rennen bemerkten wir gar nicht, das bei unserem Nachbarn dem Bernd das Auto fast abbrannte. Auf diesen Schreck und nach dem flicken der verbrannten Kabel gingen wir dann in die Kneipe um den Schreck runter zu spühlen. Am nächsten Tag ging es nach Troja um uns das Holzpferdchen mal von der Nähe anzusehen und gleich weiter zum Teufelstisch mit Wunschbäumen (es werden Zettel oder Taschentücher an Bäume geknotet mit Wünschen drauf) zu fahren um den Sonnenuntergang zu sehen. Am nächsten Tag fuhren wir dann auch recht früh Richtung Izmir um uns in Efes eines der spannendsten Ausgrabungsstätte der Türkei anzusehen. Die Marmorstrasse zum Theater mit Bibliothek war schon recht interessant, die Latrine und der dazugehörige Gülleabwasserkanal faszinierte Thorsten so, das er es gleich ausprobieren wollte wie es sich vor 3000 Jahren im Kollektiv "geschissen" hat. Weiter nach Kusadasi, wo wir mal richtig shoppen waren und Annett das ehemalige Fischerdorf, wo sie vor 20 Jahren mal Urlaub gemacht hat, nicht wiedererkannt hat, ging es auch schon weiter nach Pamukkale. Auf einer Höhe von 100 m staffeln sich weiße Sinterterrassen mit Wasserbecken die von heißen Quellen gespeisst werden. Vom gejaule der Moschee wachgemacht, ging es zur Erholung in ein Thermalbad mit lauter angezogen badendenden Frauen. Wir erkundeten die Umgebung und retteten die Schildkröten von der Straße, bis es mit unserem Motorrad nicht mehr weiter ging. Eine alte Frau winkte uns jedoch um uns mit einem Boot über den Fluss zu bringen. Wir guckten sie etwas fragend an, jedoch nahmen wir das Angebot an und hievten das Motorrad auf das Boot um über die Meeresenge überzusetzen, was uns mit den Felsengräbern von Kaunos belohnte. Weiter kurz vor Fethiye, einer kleinen Hafenstadt, finden wir einen schönen Übernachtungsplatz mitten am Strand. Nachdem sich der Bernd festgefahren hat, wir ihn dann gegen eine Gebühr von einem Bier wieder raus gezogen haben, gingen wir noch an der Strandpromenade entlang und verbrachten den Abend bei Livemusik. Auf dem Nachhauseweg kam noch Cowboy (mit einem 57 Chevy) dem wir erst einmal ein großes Lob auf sein Auto aussprachen und der uns gleich darauf auf eine kostenlose Stadtrundfahrt mitnahm. Dann ging es nach Kale an einen Übernachtungsplatz am Stand, eine verlassene Kneipe hatte auch noch Strom (bzw. 2 Kabel die wir angezapft haben) um uns am nächsten Tag die Flammen von Yarnatas anzusehen, wo sich Gas was aus der Erde strömt entzündet. Ein schöner Platz, wieder am Meer läd zum übernachten ein, leider haben wir die Sandlöcher, die mit Gras überwachsen waren, übersehen. Schwupp´s nun standen wir bis zu den Achsen im Sand. Na dann wollen wir mal unsere Seilwinde ausprobieren, 3 Std. später und viele Spatenstiche und Steinstrassen gebaut, voller Sand und Dreck und Schweiß hatten wir das Auto befreit. 9 Tonnen sind doch etwas schwer.....Schnell weiter nach Side mit den antiken Ruinen und dem römischen Theater, dort bekamen wir noch von der Firma Deutschmann aus Neustadt ein Ersatzteil auf den Campingplatz geschickt, danke dafür nochmal, jedoch bekamen wir es nicht eingebaut weil alles festgerostet ist . Danach war es mit dem Tourismus vorbei... Wir fuhrenüber Anamur nach Icel kurz vor die Syrische Grenze.....

     

     

    Syrien und Jordanien 

     

    mit weichen Knie´n ging es am nächsten Morgen an die syrische Grenze wo wir auch gleich ein anderes Weltreisemobil sehen, die ihre Einreiseformalitäten jedoch in Deutschland besorgt hatten und die gerade aus Iran, Kachachstan und Mongolei kamen - auch ne Tour hinter sich... hoffentlich treffen wir d i e nochmal... die haben bestimmt was zu erzählen!! Nach 3,5 Std. und etlichen Stempeln und umsonst gezahlten Gebühren hatten wir dann unser Einreisetransitvisum in der Hand und los ging das Abenteuer. Wir nahmen die Straße am Mittelmeer und suchten uns abends ein schönes einsames Plätzchen in einem Tomatenfeld. Kurz vor Mitternacht fuhr dann ein Moped um die Womo´s herum und meinte dann klopfen zu müssen. Zwei Polizisten ohne Ausweis mit dicken Mänteln und einer MP im Anschlag lächelten nett und fragten nach dem wohin und woher und wünschten noch eine gute Reise...Am nächsten Tag ging es auch gleich weiter, da wir nur ein 3 Tages Transitvisum hatten und zwar durch Damascus als mitten im übelsten Verkehrsgewimmel ein anderer LKW eine schwarze Tüte aus dem Fenster zu uns rüber hielt. Neugierig nahm Annett die Tüte entgegen und siehe da, voller Kekse für unser Krümelmonster...(ob wir so verhungert aussahen oder ob es nur nett war????). Ab zur Jordanischen Grenze, ob die uns wohl reinlasse? Wieder 3 Stunden und etliche Stempel später durften wir einreisen und so ging es im Eiltempo durch Amman um an das Tote Meer zu kommen, bergab fuhren wir bis wir an das 400 m unter NN liegende Tote Meer dem tiefsten offenen zugänglichen Punkt der Erde. Thorsten bekam sich überhaupt nicht mehr ein, er lag als ob er eine Luftmatratze verschluckt hat oben auf dem Wasser und bekam die Füße nicht mehr runter und kicherte sich die Lunge aus dem Leib. So viel Spaß die Geschichte auch macht, die Fliegen die dann deinen Kopf belagern oder alles was dann noch raus guckt, sind schon sehr lästig, genau wie die laufenden Kontrollen wegen der Israelischen Grenze. So ging es weiter nach Aqaba, wo wir uns erst einmal im roten Meer austoben wollten. Mit unseren Schnorchelsachen bewaffnet ging es zu einem versunkenen Panzer und einem versunkenen Schiff, schöne Fische am Riff und Muscheln in allen Größen und Formen verschlug uns den Atem. Dann fing das Opferfest an und alles was laufen konnte kam um am Strand mit Jaulemusik und Oma, Kind und Kegel zu feiern. Das veranlasste uns in die Wüste Wadi Rum zu fahren und dort die himmlische Ruhe und die rotbraunen bizarren Felsformationen zu besteigen und zu begucken. Wir blieben 2 Tage und fuhren mit wunden Po Po vom Kamelritt in Richtung Petra die wohl berühmteste aller Sehenswürdigkeiten von Jordaniens. Petra, eine Stadt die vor vor 2000 Jahren aus massiven Felsgestein in Fels geschlagene Häusern und Bauten besteht. Durch die lange Schlucht, dem Siq, dem Eingang der Stadt, steht man völlig unerwartet vor dem eindrucksvollsten Bauwerk nabatäischer Architektur, dem Schatzhaus. 2 Tage, wunde Füße und echt beeindruckt fuhren wir nach Aqaba zurück um mit den Italienern (und wer kommt da um die Ecke?... dem Weltreisemobil von der syrischen Grenze...) Und natürlich mit Bernd und Rosi noch ein wenig die Sonne, das Meer und Weihnachten einzuläuten...Nachdem wir ein paar Paletten Holz zum Lagerfeuer angehäuft hatten, kam dann Bernd auf die Idee einen Wunschballon loszulassen um zu sehen welches Land in unserem Dreieck als erstes losballert.... ist es Saudi Arabien? Israel? Jordanien oder Ägypten...? Es war ein schöner Abend, leider der letzte an dem wir so zusammen am Feuer rumgealbert haben. Am nächsten Tag bekam unser Mitreisender einen Herzschmerz der sich als Herzinfakt im Krankenhaus herausstellte und uns veranlasste, ihn in ein Flugzeug zu stecken und wir mit 2 Womos nach Deutschland zurückzufahren. Leider war das gar nicht so einfach, da das Auto erst auf Annett umgeschrieben werden mußte um es wieder aus dem Land raus zu bekommen, wir mußten sogar den Bernd aus dem Krankenhaus in´s Gericht schaffen um auf den Koran zu schwören und per Übersetzer, die Sache amtlich zu machen hatten wir ein Schriftstück um das Auto aus dem Land zu bekommen. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens und fuhren Richtung Heimat... 4500 km um am 23.12. in Deutschland anzukommen. Durch Jordanien im Sandsturm, wo wir noch nicht einmal die Hand vor Augen sahen, durch Syrien wo es regnete und stürmte und die Straßen um Damascus nur noch Flüsse waren, weiter nach Sofia wo rings um die Stadt Blitzeis den Verkehr kompl. zum erliegen brachte weiter über Serbien nach Ungarn. Dort gab es nochmal richtig Ärger an der Grenze, wo der ungarische Zöllner Thorsten auf die LKW Spur schickte, damit er 5 Stunden warten sollte. Mittlerweile schon abgekocht, stellte Thorsten das Auto quer über die Straße und sagte immer wieder das das ein Womo ist und das er sich schon freut, wenn die Grenze weg ist und solche Leute arbeitslos werden. Geholfen hat es, zwar wurde er jetzt kompl. durchsucht, aber wir konnten weiter um durch die Tschechei wieder nach Deutschland bei Schnee und Eis zu gelangen - natürlich mit Sommerreifen. Jetzt erholen wir uns gerade von dieser aufregenden Fahrt und wünschen allen ein schönes Weihnachtsfest und die nächsten 5 Wochen sind wir daaaaaa.....

     

    Thailand

    im Februar 2010 ging es dann für 3 Monate nach Thailand. Nach einem ewig langem Flug in Bangkok angekommen und mußten uns erst einmal von dem Wetterschock erholen. Von - 15° C auf 32 ° C und es wird heißer Smog undMenschen so weit das Auge reicht. In Bangkok wimmelt nur so von Menschen und an Schlaf ist überhaupt nicht zu denken, erst die Zeitumstellung dann die Lautstärke von Autos, Klimaanlage und verrückten Touristen die sich mitten in der Nacht kloppen (und das ausgerechnet vor unserer Tür) Nachdem wir die Tempel der Stadt besichtigt hatten, eine Bootsfahrt auf dem Fluss gemacht hatten und uns auf den Märkten die Klamotten und sämtlichen Sachen die es gibt oder auch nicht gibt angeguckt und geschachert haben auf Teufel komm raus, ging es dann auch endlich weiter nach Pattaya. Das was wir dann hier erlebt haben, kann man mit Worten nicht erzählen, wir haben Bilder.....! Wir trafen "Valli" einen Freund von Thorsten der vor 10 Jahren hier her ausgewandert ist, der hat uns dann freundlicherweise einen Roller geliehen, so dass wir auch wie die Ameisen im Strom mithalten konnten. Er brachte uns die ersten Wörter bei und führte uns in die Thailändische Welt ein. Wir fuhren zur Bike Week Pattaya wo wir Motorräder sahen, die uns zwangen Bier zu trinken.... ist ja auch nicht schlimm.... betrunken fahren ist o.k. ohne Helm ... gibt es ne Kelle, oder wie bei uns beim Falschparken, einfach riesige Kette drum!!!!! In der Walking Street bekamen wir dann den Mund nicht mehr zu, die hälfte Nutten die andere Touristen, so einen großen Puff haben wir noch nie gesehen! Mit unserem Leihauto ging es nach Rayong die schönen Strände Thailands zu erkunden, gefunden haben wir einen Strand mit getrocknetem Fisch auf beiden Seiten der Straße, der Geruch war dementsprechend. Also weitergefahren und 30 km später waren da wirklich die Traumstrände und bei einem Abendessen für 6,– Euro und das Hotel mit Klima, TV und übelst harten Matratzen für 9,– Euro ging auch. Wir fuhren dann in Richtung Chantuburi weiter an die Kambodschanische Grenze um im Sea World mit Delphinen schwimmen zu gehen. Im Park angekommen meinten die Veranstalter, schwimmen nur mit vorheriger tel. Anmeldung. Annett setzte ihren übelsten Dackelblick und ihren Schmollmund auf und durfte dann doch mit in die Show. Das bedeutete Fingernägel ab, Schmuck und alles was die Tiere verletzen könnte mußte ab. 1 Stunde durfte sie dann die Delphine küssen, streicheln, tanzen, winken und an die Flosse hängen um mit ihnen Taxi zu fahren.... Es war ein Traum, sie bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Hier bekamen wir dann auch ein schönes Zimmer direkt am Meer, die Affen tummeln sich auf den Bäumen und wir kommen mit englisch nicht mehr weiter. Mit unserem Thaiübersetzer versuchten wir uns Essen zu bestellen, klappte hervorragend und für 2,– Euro schmeckte es hervorragend. Das die Übersetzungen mit dem Thai doch nicht so klappt, stellten wir dann bei der Weiterfahrt fest, als Thorsten von der Polizei kontrolliert wurde und dann statt "Auf Wiedersehen" "nein Danke" sagte und wir uns danach nicht mehr halten konnten vor lachen. Da wir noch nicht die Nase vom Meer voll haben, setzen wir noch auf die Insel Ko Chang über, das Wasser ist hier ca. 2 Grad kälter aber immer noch deutlich über 30 Grad. Thorsten versucht im Wasser immer seine warmen Stellen zu fühlen, aber keine Chance. Von der Insel ging es dann weiter zu einem Nationalpark mit einem Wasserfall mit 13 Kaskaden, die zum Baden einladen sollen. Nachdem Annett eine riesige Handtellergroße Spinne 3 m vor ihr im Netz gesehen hat, war es mit wandern im Regenwald vorbei. Also ab in die Becken vom Wasserfall, als dann die Fische Thorsten essen wollten, die zupften seine aufgekratzten Mückenstiche ab, machten wir die Biege. Soooo nicht, ihr Tiere! Fahren wir in den nächsten Park wo wir wilde Elefanten sehen sollen und mit dem Auto durchfahren können. Leider haben wir nur Hirsche, Vögel, Schmetterlinge, riesen Echsen und einen Biber gesehen. Also weiter nach Ayutthaya die alte Hauptstadt Siams, eine Flussinsel die am Tage schon so viele alte Steine und Buddhatempel zu sehen hat und nachts werden diese angeleuchtet und wir haben auf Langschwanzbooten eine Stadtrundfahrt gemacht.... wie in Venedig. Weiter Richtung Norden werden dann die Massagen für 2,20 Euro angeboten, einfach nur das Paradies.....! Heute geht es zu den Elefanten die für Show´s ,Film und Fernsehen dressiert werden und dann nach Chang Mai. Auf dem Weg besuchten wir die Stadt Lopburi in der der reinste Affenzirkus ist, überall Affen, auf den Stromleitungen, auf Auto´s und auf den Sitzen im Bushaltestellen überall Affen, Affen, Affen. Als ich einen davon am Schwanz berühren wollte, fauchte er mich mächtig an, war wohl ein Männchen...Schnell weiter nach Chiang Mai um von da aus einen Trip in die Bergwelt an der Myanmarischen Grenze zu machen. Es ging los über die Berge in ein einsames Dorf in den Bergen wo wir in Bambusbungalows kein Auge zu bekommen haben. Entweder es krähte ein Vogel im Urwald oder der Mann neben an im Bungalow schnarchte oder die Ameisenstraße, die quer durch das Zimmer verlief, krabbelte in der Nacht im Traum am Fußende wieder hinauf. Morgens ging dann auch kein Wasser mehr und wir fuhren schnell in Richtung Langhalsfrauen. Im Dorf dieser Frauen wurden wir herzlich willkommen geheißen und durften mit ihnen Fotos machen. Die eine legte Annett dann auch ein Ring um der bis zu 15 kg schwer sein kann. Es dürfen nur Mädchen diese Ringe tragen, die bei Vollmond geboren wurden und dem Volk der Karen angehören. Die Mädchen und Frauen verkaufen dort selbstgemachten Schmuck und Kunsthandwerk. Es ist schon interessant diese Frauen zu beobachten, wie sie mit dem Ring um den Hals noch Musik machen und sich bewegen. Auch die Ohrlöcher und Nasenlöcher sind mit Ringen überdurchschnittlich groß und meine Oma Irma hat schon gejammert, als ich ihr die Ohrringe durchgestochen habe. Danach ging es zu einer Tropfsteinhöhle, erst mit einem Bambusfloß und dann mit ortskundigen Guides mit Kerosinlampen bestückt erkundeten. Abends wanderten wir dann zum Ausgang der Höhle und sahen wie Abertausende Schwalben in ihre Nester zurückkehren. Kurz danach, wenn die Schwalben drin sind, sollten die Fledermäuse wie durch ein geheimes Signal rauskommen. Wir warteten über 2 Stunden, als es dann dunkel wurde und wir den Heimweg nicht mehr finden konnten. Dann kam ein anderer "Vogelliebhaber" und brachte und mit ner Taschenlampe wieder zurück. Tags darauf ging es zum "goldenen Dreieck" wo sich Laos, Myanmar und Thailand verbinden und das früher als Umschlagplatz für Opium galt. Tja ein wenig mehr hatten wir uns da schon drunter vorgestellt, aber nun ja jetzt sind wir am nördlichsten Punkt angekommen und nun geht es zurück Richtung River Kwai und den schwimmenden Märkten von Bangkok und in den südlicheren Teil Thailands. Am River Kwai in Kanchanaburi angekommen wollte Thorsten auch unbedingt in einem Hausboot auf dem River Kwai übernachten. Wir mußten auch gleich die Brücke am Kwai, die weltberühmt ist, anschauen und gingen dann in ein Restaurant bei Sonnenuntergang essen. Als Thorsten dann auf Toilette mußte, kam doch tatsächlich ein Zug, der nur 3x am Tag kommt und er ist mit Fotoapparat auf dem "Örtchen". Kaum das er um die Ecke kam, gab es laute und leise Zeichen von Annett (sie hat mit Händen und Füßen gewunken, als käme da ein Zug gefahren....- es kam ein Zug) also kurzer Spurt eingelegt und ein schönes Foto geschossen. Übrigens am nächsten Tag standen wir "auf" der Brücke als der Zug kam, aber es gibt auf der Brücke kleine Balkone auf die man sich retten kann wenn ein Zug mit lauten Pfeifen ankommt. Wir besuchten noch den Hellfire Pass mit Museum an dem ca. 1000 Kriegsgefangene eine 110 m Schneise in Gestein schlagen mußten um die Eisenbahnstrecke zu bauen. Am Abend sprachen wir noch im Australiern, die ihren Urlaub hier verbrachten und blieben auch noch einen Tag länger, da uns die Atmosphäre dieses Ortes richtig gut gefiel. Dann ging es zu den schwimmenden Märkten in der Nähe von Bangkok. Da unser Hotel (es gab nicht viele) ziemlich beschi....en war, fiel es uns nicht schwer schon recht früh auf diesem Markt aufzuschlagen um zu frühstücken - Reis mit Reis - oder war´s doch Reis mit Suppe?! Auf jeden Fall dachten wir, da wird ja mehr Wirbel gemacht als los ist....! Schöne Fotos gemacht und 1-2 Stunden später, konnte man die Marktfrauen in ihren Booten gar nicht mehr vor lauter Touristen finden. Also auf nach Cha-am, dort war der Teufel los, Liegestuhl an Liegestuhl und Hotel an Hotel. Die Hotels dort, haben teilweise keine Duschen da es am Strand an der Hauptstrasse für 10 ct. Duschen gab. Jedoch war in dem Hotel an Schlaf nicht zu denken, wir hatten ein Zimmer an einem Abluftgebläse der Küche. Also nächsten Tag weiter nach Hua Hin, dort gefiel es uns super, der Strand (bestimmt so 5 km lang), der Nachtmarkt, das Zimmer, einfach alles und wir kommen wieder aber erst einmal weiter nach Prachuap Khiri Khan wo wir morgens eine Horde Affen auf unserem Auto hatten mit weißen Augenringen, die die Mangos und Nüsse wegmampften die Schüler ihnen hingehalten haben. Auch wieder ein Strand von 3 km zum wandern, aber nix los und so ging es nach Ban Krut hier haben wir 10 km endlosen Strand und super schöne Bungalows unter Palmen, wollen wir mal hoffen, das keine Kokusnuss auf unsere Nuss fällt. Nachmittags fuhren wir dann mal den Strand ab, als ich noch rufen konnte: ein Huhn.... (ich glaube Thorsten sah es schon auf dem Grill) aber es war so klein und schmächtig das er es noch "wolly" nehmen konnte.... und es stand danach echt noch bedröppelt auf der Straße. Vom Golf von Thailand ging es dann auf die andere Seite zur Andamanen See über Khao Lak das im Dezember 2004 vom Tsunami ziemlich doll verwüstet wurde und es mehr als 4000 Todesopfer gab. Auch den James Bond Felsen im Nationalpark bei Phang Nga besuchten wir bevor wir Krabi und Ko Lanta unseren südlichsten Punkt der Reise erreichten. Hier besuchten wir Ko Phi Phi und ein paar kleinere Inseln um dann in Phuket 3 Wochen "Urlaub" zu machen. Das Motorradtreffen war mal eine Abwechslung zu Sonne, Stand und Meer und dann ging es auch schon wieder Richtung Bangkok und Pattaya wo wir noch das Sokranfestival (Neujahr) feierten und uns dann auf dem Heimflug freuten....

     

    Italien und Sizilien 

     

    über die Eifel nach Luxemburg (um unser dickes Womo zu tanken) ging es nach Dijon zum Grand Canyon du Verdon eine 21 km lange Schlucht in der sich der Verdon-Fluss bis zu 700 m in den Fels gefressen hat. Eine traumhafte Gegend, aber bei 0 Grad Nachttemperatur hatten wir einfach keine Lust auf eine Motorradtour und so machten wir uns auf den Weg an die Cote d´Azur. Von St. Tropez über Frejus nach Cannes, Nizza und Manaco, immer auf der Suche nach Stars und Sternchen, war das Wetter wieder "Motorradtauglich" und wir testeten die Rennstrecke in Monte Carlo. Auf dem Weg in die Berge oberhalb von Monaco steckten wir oftmals in manch engen Straßen und kurbelten den Wagen bis zu 6 x hin und zurück um durch die Serpentinen zu kommen als wir dann auf einem Marktplatz standen (schweissgebadet..., als ein Franzose ankam und uns gefragt hat, wie wir mit diesem dicken Womo in das Dorf kommen....). Fahren wir mal nach Italien, kann ja nicht schlimmer werden (.... doch!....) und machen in San Remo ein Päuschen... fahren über Genova, Portofino, Sestri Levante, Viareggio nach Lucca wo wir nach etlichen Drehungen und Wendungen wegen der Durchfahrtsthöhe an Brücken und in den Städten auch ankamen, hatten wir bereits ein paar Dachziegel auf unserem Womodach und trafen Bernd und Rosi wieder. Also dann gemeinsam auf nach Pisa, da soll doch so ein schiefer Turm stehen, wollen wir doch mal sehen, ob der nicht gerade aufs Foto geht... Bei so vielen "Touristen" die alle nur den Turm sehen wollen, zieht es uns dann doch an das Meer, wo auch schnell ein nettes Plätzchen gefunden ist. Also Stühle raus und den Grill angeschmissen... als auf einmal wie aus dem Nichts .... 8 Polizisten um uns rum standen! Leider wollten sie keine Bratwurst, sondern unsere Ausweise und der "dickere" Oberbulle fuchtelte immer rum und sprach "verbodden!!!, verbodden!!!" Ist ja gut, haben auch wir verstanden obwohl es uns echt schwer gefallen ist diesen Traumplatz zu räumen, waren wir dann doch froh unsere Ausweise wiederzubekommen und keine Strafe bezahlen zu müssen.

    Also auf nach Rom aber bis wir da einen passenden Platz zum übernachten gefunden haben, machten uns die Straßen mal wieder schwer zu schaffen und um uns nicht zu verfahren zwängten wir uns durch 3,5 t Beschränkungen und mit eingeklappten Spiegeln klappte das dann auch. Also auf zum Papst...., der leider einen Tag später erst auf dem Petersdom auftreten sollte, was uns aber nicht abgehalten hat bei Regen die Stadt zu erkunden. Wie immer beendeten wir unsere Stadtbesichtigung mit einem Besuch im Hard Rock Cafe´um dann noch eine weitere Runde im Bus zu fahren und die Sehenswürdigkeiten im

    Licht angestrahlt noch einmal zu bewundern. Rom ist echt eine Reise wert. Aber nicht weit davon wartet schon der Vesuv auf uns und so mußte unser "Dicker" uns 700 m hoch ziehen, so das wir ca. 200 m unterhalb des Kraters Übernachten konnten. Am nächsten Tag war leider keine Sicht, keine 2 m konnten wir sehen und so mußten wir bis Mittag warten bis die Wolken verschwanden. Schnell los, Bernd aufs Motorrad und hochgebracht, Annett hinterher und den Krater bestiegen. War schon einzigartig, ein paar Schwefelwölkchen und der Geruch von faulen Eiern, ein Blick bis nach Pompeji so liegt der 1281 m hohe Vulkan, der immer noch aktiv ist, zu unseren Füßen. Zu "dritt" ging es dann zurück mit dem Motorrad zum Womo (das haben wir aus Thailand, da fuhren auch so viele auf dem Moped wie nur geht...).Wollen wir mal hoffen, das kein Reisebus auf dem Weg vom Vesuv hinunter unseren Weg kreuzt und die Fahrt geht nach Pompeji wo wir uns die mumifizierten und durch den Ausbruch des Vesuvs konservierten Wohnhäuser und Bordelle ansehen konnten. Nach so viel Kultur haben wir uns Strand verdient, schönes Wetter und ein Traumplatz direkt am Meer mit einem kleinen Lagerfeuer, so ist es schön. Leider fahren hier so viele Auto´s zum gucken hin und her, das wir uns die merkwürdigsten Geschichten die hier vor sich gehen am Lagerfeuer erzählen... bis ein Polizist vorbeikommt (jedenfalls hat er eine Polizeikelle) und uns erzählt, hier ist es gefährlich ist (Diebstahl, Überfälle und so allerlei schlechte Dinge) .... oder er fühlte sich von uns beobachtet, oder er hat sich eine Polizeikelle gekauft um sich hier einen Typen zu angeln.... wir werden es nie erfahren, weil es uns doch zu unheimlich ist...fahren wir weiter. Am nächsten Tag schnappen wir uns das Motorrad und wollen zur Amalfiküste zurückfahren, da wir mit dem Womo nur von nachts 24 Uhr bis morgens 6.30 Uhr dahin kommen haben wir es gar nicht erst probiert.... gut so, die Straßen sind nun wirklich nichts für unser Ding. Aber sie war traumhaft schön, eine der schönsten Straßen der Welt sind wir da gefahren, auch noch bei einem traumhaften Sonnenschein. Weiter nach:

     

    Calabrien und Sizilien

    nun wenn das Wetter hier nicht mitspielt, fahren wir doch auf die andere Seite vom "Stiefel" in Italien zum Ionischen Meer eventuell ist da das Wetter besser.Und natürlich, das Meer ist ruhiger, der Strand sauberer und die Sonne kommt auch herausgekrochen. So fahren wir an der Küste hinunter, abends mit Lagerfeuerromanik und schönen Stellplätzen direkt am Meer und immer wieder lernen wir die Gastfreundschaft der Italiener kennen. Viele waren in den siebziger Jahren in Deutschland und freuen sich mit uns ein paar Restbrocken Deutsch zu sprechen. Und auf einmal.... der Etna in seiner ganzen Pracht, das bedeutet wir sind unserem Ziel schon echt nahe, Sizilien! Auf die Fähre und schon sind wir in Messina angekommen und es geht an der Ostküste hinunter bis nach Giardini Naxos. Jetzt aber schnell das Motorrad raus und nach Taorrmina gefahren, eine tolle Stadt mit einem Blick auf den schneebedeckten, majestätischen Etna. Der uns echt reizt, der will bestiegen werden!!!!! Am nächsten Tag ging es los, das bisschen Wind... wird uns doch nicht abhalten und so fahren wir zur Nordseite des Etna. Die großen Lavafelder sehen aus, als hätte der Etna gerade gespuckt aber die schwarzen Gesteinsmassen stammen aus dem Jahr 1971 und als wir am Endpunkt angekommen sind, sehen wir nur die Superjeeps und einen einzelnen Mann der die ganze Station bewacht. Er meinte aber hier ist im Winter gesperrt, jedoch die Südseite ist offen. Also hin und trotz des Windes der immer schlimmer wird, reizt uns dieser große Vulkan so stark, dass wir die Südseite ansteuern. Hier ist der Etna 2002/2003 das letzte mal ausgebrochen und wir versuchen bei 2000 m Höhe das Motorrad einigermaßen auf der Straße zu halten. Der Staub von der Lava hat bereits die Straße zugeweht und wir haben echte Probleme uns die restlichen Meter bis zur Seilbahn zu quälen.(der Staub war danach in jeder unserer Ritzen....) Die war natürlich bei diesem Sturm geschlossen, also wieder zurück, was auch nicht so einfach ist, da der Wind uns immer wieder von der Straße weht und die Kälte und der Lavastaub.... Am nächsten Tag versuchen wie das ganze nochmal mit Rosi und Bernd und wie schön, wir kommen mit der Seilbahn auch noch die restlichen 500 m bis auf 2500 m Höhe, leider fahren die Superjeeps auch hier nicht mehr. Aber wir sehen IHN und weißer Rauch kommt auch noch raus! Über Catania fahren wir die Ostküste entlang und erfahren immer wieder, dass unser Auto dann doch durch die 3,5 t Beschränkung kommt, dass die Tunnel mit ihren Höhenmetern oftmals gelogen ist, das die Innenstädte mit ihren zugeparkten Straßen ein echter 50/50 Joker ist und wir schon Beifall geklatscht bekommen wenn wir dann doch durchkommen. Wie gesagt, so beschi... die Italiener Auto fahren und so chaotisch das alles aussieht, sie warten, machen Platz und sind immer freundlich. Selbst als wir mit unserem Alkhofen (Dach) unter einem Balkon festsitzen, wurde ein paar mal gehupt, aber dann fuhren sie doch alle ganz artig wieder zurück...! Über Selinunte (alte Steine und Säulen von den Griechen) nach Scopello (Nationalpark) haben wir immer wieder frei gestanden und Lagerfeuer gemacht, Drachen steigen lassen (wie die kleinen Kinder) und nie irgendeine schlechte Erfahrung gemacht. Jetzt stehen wir wieder am Rande des Etna und werden hier das Weihnachtsfest genießen und dann von Palermo nach Deutschland zurück fahren.

     

    Thailand, Philippinen

    nach einem kurzen Aufenthalt in Pattaya Thailand, ging es auf die Philippinen auf die Insel Cebu. Nach Ankunft in Cebu-City war der Kulturschock doch recht groß, da es auch gleich mit dem Einheimischen Bussen weiter in Richtung Moalboal ging. Es war schon ungewöhnlich das in den Bussen alles mitfuhr, von Tunfischen, Hühnern und fliegenden Händlern, die ihre Kekse und Getränke anboten. Nach einer Woche Schnorcheln, liehen wir uns bei einer Familie ein Moped packten die Rucksäcke um, so dass wir nur noch mit leichtem Gepäck unterwegs waren und fuhren bei strömenden Regen los. Da es in Cebu nicht so viel zu sehen gab, ging es auf die Fähre nach Bohol. Schnell noch die Namen und Nationalität aufgeschrieben, dass wir auch schnell identifiziert werden können falls die "Fähre", oder was auch immer dieses schwimmende etwas war, untergeht und los ging es. In Bohol war es schon angenehmer, schöne Stände, kleine Äffchen und auch "Schokoladenhügel" im Inneren der Insel, luden zu interessanten Touren ein. Leider hatte auch hier wieder jeder Bewohner der Insel mindestens einen Kampfhahn, der nachts dann immer mal wieder "kikerrikiete" und die anderen 20 Hähne in der näheren Umgebung zum mitkikerikien aufweckte. Außerdem finden die Leute es äußerst geil, die Auspufftüten - wenn sie denn dran sind - kompl. auszuräumen und dann nachts fast durch dein Zimmer zu fahren. Auf dem Weg zurück nach Cebu mussten wir noch den Regenwald der Insel durchqueren, der uns ziemlich an den Rand der Verzweiflung brachte. Im Prinzip gab es nur eine Strasse (lt. Karte) jedoch konnte uns keiner den Weg sagen und bei dem Regen war die Strasse kaum noch zu befahren, die Wasserbüffel kamen schon mit Schlitten und die Autos mit Schneeketten.... und wir mit Moped und kurzen Höslein....schnell weg nach

     

    Vietnam 

    in Saigon angekommen, mit 9 Mill. Mopeds !!!! fühlten wir uns trotzdem ziemlich wohl. Nach dem Besuch der Cu Chi Tunnel, ein ausgeklügeltes Tunnelsystem bis zu 200 km mit Einstiegen, die nur was für die schlanken Asiaten sind (außer unser Thorsten, der wollte auch hinein...) besuchten wir das Kriegsmuseum und alle Sehenswürdigkeiten die man in Saigon sehen muß. Wir fuhren ins Mekong Delta, mit seinen schwimmenden Märkten und labyrinthischen Wasserwegen das zu den Drittgrößten Delta´s der Erde gehört. Etwas anders da, Speisekarten mit Frosch, Vogel und Ratte erstaunten

    uns genau so wie der Schlangenschnaps, Kokusnusskonfekt, die Pagoden und auch die Krokodilfarmen. Jetzt wollten wir aber ans Meer und darum ging es nach Mui Ne mit seinen langen Sandständen, leider war soviel Wind - 10 Min. Strand und wir waren gepökelt- , das wir erst auf dem Rückweg den Standaufenthalt genießen konnten. Also besuchten wir den Canyon und die Dünen und fuhren nach Nha Trang auch ein schöner Badeort mit einer langen Uferpromenade aber leider wird dort an jeder Ecke neu gebaut. Also zum ersten Mal den Nachtbus nach Hoi An ausprobiert. Katastrophe diese Nacht...aber die Stadt mit seinen vielen Schneidern und Sehenswürdigkeiten hat einen besonderen Charme. Aber auch die Strände, die Altstadt und die alte versunkene Tempelstadt My Son die an "Klein Ankor Wat" in Cambodscha erinnert waren einen Besuch wert. Und so ging es weiter nach Hue, das mit seinen Königsgräbern, Tempeln und Zitadellen nicht so unseren Geschmack getroffen hat, kann aber auch am Wetter gelegen haben, da es regnete und regnete....also was bleibt über.... wieder der Nachtbus! nach Hanoi wo wir dann auf Gesellschaft treffen werden um dann wieder nach Saigon zu fahren.

    Wir wurden uns auch schnell einig, erst zur Ha Long Bay mit seinen vielen Inseln und Grotten und grün schimmernden Wasser. Leider regnete es immer noch als wir mit unserer Dschunke zu einem 3 tägigen Ausflug aufbrachen. Die bizarre, labyrinthartige Welt der dreitausend Inseln zählt zu den faszinierendsten Meereslandschaften der Welt. Da aber die Schiffsbesatzung nicht die freundlichste war und uns auch noch die versprochenen Meeresfrüchte wegaß, der Diesel das Wasser verpestete und die ganze Nacht das Agregat auf dem Kutter lief, waren wir recht froh, das Schiff am nächsten Tag zu verlassen um uns einen Nationalpark mit seltenen Vögeln zu erkunden. Bei der 3 stündigen Wanderung durch den Park, war nur nicht mal einVogelzwitschern zu hören, geschweige einer zu sehen, dafür ging es einen ziemlichen Berg hoch so dass wir alles andere zwitschern hören haben, oder es liegt daran das hier alles gegessen wird was nur irgendwie lebt (siehe Hanoi - Hund am Spieß) Ach, dann fahren wir eben zur Affeninsel und bringen ein paar Bananen hin, aber die waren nicht nur scharf auf die Bananen, nein die wollten auch unseren "Willi" 5 Jahre alt mal probieren.... was uns dann allen einen riesen Schreck eingejagt hat....Tollwut? Mit all unseren Englischkenntnisse, Übersetzungsprogrammen, Händen und Füßen.. gab es doch eine Tollwutspritze (war das ein Schreck) also lieber weg hier und ab in die Berge nach Sapa zu den Schwarzen Hmongs und den roten Hmongs Bergvölker und eins der beliebtesten Reiseziele von Vietnam. Wir verbrachten 2 Tage da und besuchten den Cat-Cat Wasserfall und die Laotische Grenze, mieteten ein Moped und besuchten die roten Dao, Frauen die und bestürmten um ihre bestickten Taschen und Umhängebeutel zu verkaufen. Da es hier sau kalt war, kauften wir uns schnell noch ein paar Jacken und sehnten uns nach Meer!!!!, Sonne!!!! und Wärme.. Also ging es langsam wieder zurück mit Nachtzug (genau so schlimm wie der Nachtbus und nur mit ner Flasche Rum zu ertragen )wieder zurück. Noch ein paar schöne Tage am Meer und dann ging es schon wieder nach Hause um die neue Reise zu planen.

     

    Polen, Litauen, Lettland Estland Sommer 2011

     

    Am 3.Juni ging das Abenteuer Baltikum los. Natürlich nicht, ohne unseren Freund Lou in Bockhorn auf dem Oldtimerflohmarkt einen Besuch abzustatten. Mit so viel Spaß, guter Laune und netten Leuten hatten wir nicht gerechnet, so dass wir nach dem Wochenende mit Muskelkater in den Lachmuskeln losfuhren.

    Über Fehmarn, wo wir uns als Schweden ausgaben, um das Womo mit Dosenbier vollzuladen, weiter nach Travemünde wo uns ein netter Kapitän noch Infos über das Baltikum gab, ging es zum Darß, nach Zingst, auf Rügen und Usedom weiter Richtung Polen.

    Kaum über die Grenze gefahren, stellte sich auch gleich ein "Bullenwagen" quer vor uns. Oh, was haben wir jetzt schon verbrochen (das Bier?). Nein... wir hatten vergessen das Licht anzuschalten. Glück gehabt!

    Unser erster Stellplatz sollte die Steilküste von Rewal sein. Ach, da stehen ja schon welche und kommen auch noch rausgelaufen, um uns zu begrüßen. Was ist hier los? Tja so nette Gesellschaft, dass aus einer Nacht gleich 4 Nächte wurden und wir ziemlich viele ernste Fragen zum Thema wo sind die

    Männer zugenäht - Sacknahtgespräche, Schrittgerüche, Darmmusik so dass die Runde Womo´s immer größer wurde. Mit einem halben Schwein auf Grill mit Bier von Dose gesellten sich immer mehr um´s Lagerfeuer.

    Aber es geht immer irgendwann mal weiter und so ging es an der Ostseeküste weiter über Leba, den großen Sanddünen nach Danzig und über die Marienburg nach Elblag an den Oberländer Kanal, wo die Schiffe auf hölzerne Gestelle gepackt werden, um sie die schiefen Ebenen hinaufzuziehen, um dann in den Masuren ein paar schöne Tage zu verbringen. Nachdem wir alle sehenswerten Sachen wie Wolfsschanze, Hauptquartier der deutschen Wehrmacht, Heilige Linde und den Haupturlaubsort Mikolajki angesehen haben ging es noch in den letzten Urwald Europas zum Kanu fahren, um dann kurz vor der litauischen Grenze noch zufällig in ein Musikfestival zu geraten. Nach einem schönen Abend und einer viel zu lauten Nacht wurden wir dann morgens um 5.30 Uhr durch ein mit quietschenden Reifen Losfahrenden und dann auch noch mitten in unserem Wagen zum Parken gekommenen Polen geweckt. Na entweder Parkplatz zu klein (war nicht!) oder unser Auto zu übersehen (war nicht!) oder im Wodka gebadet....? Dieser Knall weckte dann auch Thorsten, der mit seinen Ohrstöpseln völlig verdattert den Kerl dann mal gleich auf deutsch fragte, ob er denn alle Tassen im Schrank hätte. Aber der war genau so verdattert und meinte allen Ernstes, sein Auto wäre doch kaputter. Also sollten wir uns nicht so anstellen und ehe wir uns versahen, stieg er ins Auto (also was davon noch über war) und fuhr mit quitschenden Reifen davon. Somit hatten wir das erste mal Spaß mit "Unfall im Ausland" und der Polizei in Polen. Jedoch war das alles einfacher als gedacht. Nach einer Ringfahndung hatten sie den Unfallverursacher gefasst und wir konnten mit einer Versicherungsnummer weiterfahren. Unser netter Versicherungsfuzzi Jens in Deutschland leitete alles weiter, da wir zu doof dazu waren und nun warten wir mal was passiert. Danke dir noch mal!

    Schnell weiter nach Litauen über Vilnius, Kaunas an der Memel entlang nach Klaipeda, danach weiter zum Berg der Kreuze nach Siauliai und den Urlaubsort Palanga. Auch die Kurische Nehrung wurde nicht ausgelassen. Die alten Städte, die Strasse an der Memel entlang sowie die Leute, denen wir begegnet sind, haben uns allesamt begeistert. U.a. trafen wir ein Womo-Pärchen aus dem Nachbarort, deren Humor uns fast keine trockene Unterhose mehr gelassen hat. Wenn dann noch ein Weinchen, ein Gemüseschnaps und ein Lagerfeuer dazu kam, hatten sogar die Schnacken Lust einen Angriff zu starten.

    Über Liepaja, Ventspils bis zum Kap in der Rigaer Bucht ging es dann durch Nationalparks und viel "Nichts" nach Riga, wo wir vom Mittelalter, Jugendstil und Moderne alles zu sehen bekamen, um auch gleich weiter in den Gaujas Nationalpark zu fahren. Wir starteten dort eine Wanderung entlang des Flusses Gauja, eine Kanutour und besuchten einen Wildpark. Da stellten wir dann fest, das ein Womo, welches wir schon des Öfteren gesehen hatten, uns leider überhaupt nicht mochte und sich noch nicht einmal mit uns einen Parkplatz in der Wildnis teilen wollte. Was war nur los? Ein Spruch von Thorsten, einer von Annett und schon vereckelt? Na, wer keinen Spaß versteht, der sollte zu Hause bleiben.... und da haben wir noch gar nicht unser Bestes gegeben...!!!

    Dann mal weiter über die Inseln Muhu! Ja, richtig! über Saaremaa weiter nach Tallinn einer Stadt die uns richtig gut gefallen hat. Auf einem Parkplatz mit Blick auf den Hafen, wo sich die großen Traumschiffe um die Anlegepoller rissen, genossen wir den Blick auf diese mittelalterliche Stadt und blieben auch gleich 3 Tage, bevor wir uns auf den Weg am finnischen Meerbusen entlang Richtung St. Petersburg machten. Kurz vor der Russischen Grenze ging es dann wieder zurück am Peipsi Järv, entlang einem See, der 7x gößer als der Bodensee ist.

    Über Warschau, Posen ging es dann zurück. Wir besuchten Bernd und Rosi (wollen doch mal sehen, wann sie wieder mit uns reisen wollen und können) nach Guben, um einen ehemaligen Freund und Geschäftspartner zu besuchen. Kaum angekommen bei Honda Haigold Guben, mussten wir bei solch einer Gastfreundschaft doch glatt das Womo auf der großen Wiese mit Strom und Wasseranschluss und neben den Alpaccas abstellen, um eine Zwischennacht einzurichten. Mit solch einem herzlichen Empfang hätten wir nicht gerechnet. Abends bei Würstchen und Kartoffelsalat und morgens mit selbst frisch gemachter Wurst wieder aufzuwachen, das gibt es nur im "Osten"! Danke nochmal, wir haben uns bei euch sehr wohl gefühlt.... und kommen wieder!

     

    Deutschland auf dem Weg nach Kroatien

     

    Los geht es wieder Richtung Süden, um dem hässlichen Herbst zu umgehen.

    Nachdem wir die Automobilausstellung besucht hatten, ging es zu einer Freundin nach Mannheim, die an Halluzinationen litt, als sie mich wieder sah, aber gefreut haben wir uns beide wie Bolle...!!

    Von da aus weiter zum Oktoberfest nach München, wo wir auch standesgemäß mit einem ausgeliehenem 50 Jahre altem Dirndel im ersten Zelt auf der Wies´n ein Platz ergattern konnten. Dass hier etwas "faul" war, merkten wir dann auch recht schnell; es war der schwulen Montag bei der "Fischer Vroni"....!

    So ging es auch bald weiter zu Kumpel Baddy, um auf seinen Nachwuchs anzustoßen. Die Tage vergingen so schnell und wir fanden tolle nette Reisebekanntschaften von "roter Schnauze" bis zu "Entdecker der bunten Männer"; wir hatten nie Langeweile. Nur ein Termin zu Hause kreuzte nun doch unseren Plan nach Kroatien zu fahren. Mittlerweile wird es doch zu kalt und auch Tunesien schaffen wir nicht mehr!

    Dann besuchten wir noch eine alte bzw. junge Brieffreundin in Kempten. Na, dann geht es halt ins Warme.... auf nach

     

     

     Kambodscha

     

    ABC, unser Reisebüro des Vertrauens, machte es möglich. 2 Tage später geht es mit dem Flieger nach Kambodscha. Durch die Verspätung unseres Fliegers bekamen wir unseren Anschlussflug nicht, aber dafür ein super Hotel mit Dinner und einen neuen Flug gleich morgens, was uns natürlich viel besser gefallen hat, da wir jetzt nicht mitten in der Nacht in Siam Reep ankommen mussten.

    Von Kambodscha haben wir ja schon viel gehört von laut, dreckig, teuer, viele Bettler und Zurückgeblieben, so dass wir uns gleich davon überzeugen können, was wohl von den Vorurteilen stimmt. Bei der Einreise sitzen da 8-10 Zöllner und der Pass wird von einem zum anderen weitergegeben und schwupp waren die ersten 25 Dollar pro Person weg!

    Dann mal ein Tuk Tuk ein Moped mit Anhänger gesucht, mit dem wir auch gleich einen 3-Tages-Tripp ausgehandelt haben und schwupp waren nächsten 36 Dollar weg. Dann der Eintritt nach Ankor, wo dann die nächsten 40 Dollar pro Person für 3 Tage Tempel gucken aus unserer Tasche verschwanden. Na das kann ja heiter werden dachten wir, aber das waren auch die einzigen großen Posten, ansonsten war unser Hotel für 10 Dollar recht schön, sogar die Bettwanzen waren inklusive. Mit etlichen Stichen am Morgen ging es dann nach Ankor Wat, das uns echt beeindruckt hat. Mit dicken Blasen an den Füßen war der erste Tag schon sehr anstrengend, aber toll und nach 3 Tagen hatten wir dann ziemlich viele Tempel gesehen und wollten dann auch keine mehr sehen.

    Abends bei einem Bierchen machten wir noch eine nette Bekanntschaft mit

    zwei Mädchen. Was wir noch nicht wussten, dass wir die nächsten 2 Wochen unserer Reise zusammen verbringen werden.

    Auf mit dem Boot nach Battambang. In der prallen Sonne und mit mehreren Schäden am Boot (die Bierdosen im Maschinenraum verhädderten sich immer im Ruder), sind wir dann nach 6 Stunden doch angekommen. Gleich am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bambuszug. Das war so genial; ein Bambusteppich auf zwei mal zwei Räder gestellt, ein Motor dran und der Riemen über die Achsen gelegt und dann mit 50-60 km/h über holprige Schienen. Das ging ab... bis einer dieser Gestelle von vorn kommt. Dann wird diskutiert, wer mehr Leute drauf hat und dann Gestell abgebaut und wieder davor aufgebaut.

    So!! auf nach Phnom Penh mit seiner Silberpagode und netten Märkten; aber wir wollten ans Meer... nach Kampot und Kep. Von dort ging es dann für 3 Tage auf eine einsame Insel, ohne Strom, mit einem Loch als Toilette, einem Fass mit Wasser zum Duschen und ein paar meiner Lieblingstiere, handtellergroße braune dicke Spinnen, die sich mit uns einen Bambusbungalow teilten. Aber in unserer Hängematte kam so richtig "Robinson Feeling" auf. Das Abendessen bei Sonnenuntergang bei einigen einheimischen Bewohnern war nicht nur lecker und romantisch, sondern auch noch echt billig. Nach 3 Tagen mussten wir uns dann auch von unseren 2 Mädels trennen, weil die eine andere Richtung nach Vietnam eingeschlagen haben. Wir wollen noch ein wenig am Meer bleiben und so ging es nach Sihanoukville, wo wir so richtig relaxen konnten. Unglaublich lange weiße Sandstrände, wie man gerade möchte, entweder einsam oder mit Unterhaltung. Es gab Strandverkäufer, arm- und beinlose, sogar ein Bett mit Rollen und einem Kranken drauf wurde über den Strand geschoben, um ein paar Dollars abzuschnappen. Als wir mit einem geliehenem Moped eine Spritztour machten und alle Einheimischen die einzige Ampel ignorierten, machten wir das natürlich auch, wir wollen ja kein Hinderniss sein. Nur standen am Baum auch schon die Bullen. Mann, war der am zetern...dann will der uns auch noch mitnehmen um die "Sache" auf der Wache zu klären! Aber wer unseren Thorsten kennt, der kann sich denken was passiert. Laber, Laber...Schnack, Schnack.... Kambodscha ist sooo schön und hast du

    auch Kinder, nimmst du auch ne kleine Spende an...! Tja, da waren 10 Dollar Lehrgeld weg und wir nicht im Knast! Am nächsten Tag hatten wir dann wieder das Vergnügen, das Bungalowzimmer zu wechseln, da uns nachts mal wieder die Bettwanzen am ganzen Körper vernascht haben. Nichts desto trotz kamen auch noch Sandflöhe hinzu, die sind aber dreister, da die auch noch juckten, wie die Sau. Aber uns hat es dort so gut gefallen, abends Dinner am Strand, Bier so günstig wie Wasser, günstiges Wohnen, günstiges Essen und sehr nette Leute. Als wir dann noch in eine nächtliche Strandparty von einheimischen gerieten, bei der wir ein Bier noch nicht ausgetrunken haben und schon ein neues in der Hand, karaokten und tanzten wir bis spät in die Nacht. Leider mussten wir am nächsten Tag Bus fahren, da unser Visum ablief und das war äußerst übel!

    In Thailand, wo wir uns schon bestens auskennen, ging es über Trat nach Co Chang und über Pattaja nach Bangkok, um zu Weihnachten die Ente zu Hause zu geniessen. 

     

    Sri Lanka

    Unser Lieblingsnachbar Sven brachte uns zum Zug und los ging es nach Frankfurt. Kurz bevor wir dann aussteigen wollten, hatte sich der Verschluss von Thorstens Jacke im Sitz verheddert und hielt ihn bombenfest, so dass er den Sitz auseinander bauen musste,  um sich zu befreien. Geht ja schon gut los.

     

    Bei der Ankunft in Sri Lanka wurde gleich ein Tuk Tuk gefunden, das uns zu einem Hotel in Negombo bringen sollte, leider war das belegt. Nach ein paar weiteren Versuchen hatten wir dann ein Zimmer ohne Moskitonetz gefunden, so dass wir am nächsten Tag fluchtartig nach einer schlaflosen Nacht und unzähligen Mückenstichen am ganzen Körper und im Gesicht, wie Quasi Modo, verließen.

    Dann trafen wir einen älteren Mann, dessen Sohn ein Motorrad zu vermieten hatte und gleichzeitig ein Hotel hatte. Für 7,50 Euro fanden wir dann ein Zimmer, auch nicht "tierfrei" , aber mit Moskitonetz, wo wir einigermaßen schliefen. Mit einer 250 ccm3 Yamaha ging es dann auf die Reise.

    Der erste Tag war mit 170 km schon eine Herausforderung für Fahrer und Po! Leider hatten wir wieder mit der Hotelsuche kein Glück. Entweder kostete es 100-300 Euro oder es war nichts frei oder es kostete 30 Euro mit Tieren aller Art und Hochzeitsgesellschaft vor der Tür. Leider hatten wir keine Wahl. So ging es schnell weiter nach Anuradhapura zum Bodhi Baum, dem ältesten dokumentierten Baum der Welt. Dann setzten wir uns wieder aufs Motorrad und erkundeten den Rest der alten Königsstadt. Abends als wir aus der alten Stadt wieder rausfuhren, winkte uns noch der Parkwächter ran (wir winkten nett zurück)der wollte uns bestimmt sagen, dass wir nicht bezahlt hatten oder nicht durchfahren dürfen. Wäre mit 30 Euro pro Person eh zu teuer gewesen. Im Hotel erzählte unser Vermieter uns dann noch seine Geschichte (er hatte über den ganzen Rücken eine riesige Narbe), dass ihn die Tamilen ausrauben wollten und er sein Geld nicht rausgerückt hat und dann haben sie ihm mit einer Machete fast getötet.

    Es ging weiter an die Ostküste mit traumhafen Stränden, wo wir erst mal eine Pause machten, bis es nach Sigiriya ging,  zu einer heiligen Felsenfestung mit den berühmtesten Wandmalereien, den barbusigen Wolkenmädchen. Für 30 Dollar pro Person durften wir dann in der Mittagshitze den Felsen besteigen, wobei der Ausblick von da oben echt grandios war und auch "Herr Kreislauf" machte sich bemerkbar. Weiter ging es über Dambola nach Kandy. Dort besuchten wir ein Elefantenwaisenhaus, den Zahntempel und die berühmten Kandy-Tänzer.  Das Letztere war leider Touristenveräppelung oder nur mit viel Alkohol zu ertragen (meinte unsere Mühlen-Katrin). Als sie da war gab es noch welchen, bei uns musste man sich schon in einer langen Schlagen an einem Likör-Shop anstellen.

    So, nun wollen wir mal ins Hochland "hoppeln". Bei den Schlaglöchern konnten wir froh sein, wenn wir auf der anderen Seite wieder rauskamen.  Aber das "grün" der vielen Teeplantagen stimmte uns fröhlich. Jedoch kramten wir immer mehr Klamotten aus unserem Rucksack... es wurde höllisch kalt da oben! Mit kleinem Gepäck und allem an, was wir mit hatten, besuchten wir Nuwara. Eliya und Ellla bestiegen den Mini Adams Peak und wollten dann doch wieder ans Meer. Aber kurz bevor es zum Planschen ging, besuchten wir noch den Yala Nationalpark. Um 100 Dollar leichter ging es mit einem Jeep zu Wildschweinen, Hirschen und Rehen, Affen, Krokodillen und natürlich Elefanten. Ein Elefant der seine Herde beschützen wollte, schnaubte schon ganz schön und trampelte mit den Füßen, so dass unser Führer den Rückzug antreten wollte, jedoch kam der Bulle hinterher gerannt und wollte den Jeep angreifen.  Wir ganz schön Gas geben,  um davon zu kommen. War das ein Erlebnis!!

    An der Küste ging es dann ganz entspannt von einsamen Stränden zu vollen Stränden, vom Fischerdorf zur Stadt bis nach Hikkaduwa, wo wir noch mit Wasserschildkröten baden waren. Thorsten hat der arme Schildkröte ihren veralgten Panzer sauber geschrubbt hat. Zu Hause kennt er das Wort "putzen" gar nicht.

    Ja, also die Hotels waren nicht immer das,  was man sich unter einem Hotel so verstellt. Abgesehen von aller Art Tieren, die an Wand und im Bett  herumkrabbelten, kam es auch vor, das man beim Duschen den kompl. Wasserhahn in der Hand hatte und das Wasser dann direkt aus der Wand kam. Aber ansonsten hat es uns gut gefallen. Das Motorrad haben wir wieder heil zum Opa gebracht, obwohl wir schon das eine oder andere Mal Stress damit hatten.  Zum Beispiel blockierte das Vorderrad; ein besoffener Mann fuhr mit seinem Fahrrad quer über die Straße, so dass wir so stark bremsen mussten das "die Eier" am Tankdeckel hingen. Aber sind das nicht die Sachen, über die wir am liebsten sprechen....?

    An dem Tag als wir wieder in Negombo ankamen, streikten dann auch noch die Fischer gegen die um 30 Prozent angehobenen Benzinpreise und errichteten Barrikaden aus Reifen, die sie angezündet haben. Aber unser Tuk Tuk-Fahrer brachte uns trotzdem über Schleichwege zum Flughafen. Ob die uns loswerden wollten?

     

      

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